Sennfeld

Sennfeld: Polizei ermittelt jetzt gegen dreisten "Bettler"

Ein junger Mann soll sich mit einer Betrugsmasche Geld von Bürgern erbettelt haben. Nachdem sich der Bürgermeister eingeschaltet hat, ermittelt nun die Polizei.
Die Polizei hat jetzt Ermittlungen gegen einen jungen Mann in Sennfeld aufgenommen. Er soll sich mit einer Betrugsmasche Geld erbettelt haben.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand | Die Polizei hat jetzt Ermittlungen gegen einen jungen Mann in Sennfeld aufgenommen. Er soll sich mit einer Betrugsmasche Geld erbettelt haben.

In der Sennfelder Facebook-Gruppe wurde Anfang November vor einem jungen Mann gewarnt, der Leute im Ort anspreche und sich mit einer Betrugsmasche Geld ergaunern würde. Besorgte Bürger sollen damals schon die Polizei informiert haben. Ermittlungen wurden allerdings erst jetzt aufgenommen.  

Susanne Siegel hatte den Stein in den sozialen Netzwerken ins Rollen gebracht. Am 2. November schrieb sie in die Sennfelder Gruppe: "Poah, so was Dreistes. Mich hat gerade jemand angerufen und wollte Geld von mir zurück." Die Anruferin habe erzählt, sie sei von einem jungen Mann angesprochen worden, der sich als Sohn von Susanne Siegel ausgegeben habe. Er habe sie um Geld für eine dringende Zugfahrt nach Würzburg angebettelt, weil seine Mutter überraschend ins Krankenhaus dort eingeliefert worden sei. Sie gab ihm Geld und wollte es nun von der vermeintlichen Mutter (Susanne Siegel) wieder zurück.

Die Nachricht schlug hohe Wellen, wurde mehrfach geteilt und zigmal kommentiert. Es meldeten sich weitere Bürger mit ähnlichen Erlebnissen. Mal ging es um 20 Euro, mal um 50 Euro, in einem Fall soll sich der junge Mann sogar 100 Euro erbettelt haben. Eine Betroffene schreibt, dass sie die Polizei informiert habe, die Beamten aber nichts unternehmen könnten, weil das Geld ja freiwillig gegeben werde.

Auf Nachfrage dieser Redaktion stellt das Polizeipräsidium Unterfranken klar, dass betrügerische Bettelei durchaus ein Straftatbestand sei. Das Geld werde zwar freiwillig gegeben, aber unter Angabe falscher Tatsachen erschlichen. Der Sennfelder Vorfall allerdings sei weder beim Polizeipräsidium Unterfranken noch bei der örtlichen Dienststelle aktenkundig, hieß es gegenüber dieser Redaktion.

Zwischenzeitlich hatten Mitglieder der Sennfelder Facebook-Gruppe die Ermittlungen selbst in die Hand genommen. Es wurden nicht nur Warnungen mit detaillierter Beschreibung des jungen Mannes veröffentlicht, sondern sogar ein Foto mit Namen des vermeintlichen Betrügers gepostet. 

Bürgermeister Oliver Schulze verfolgte die Diskussionen in der Gruppe und informierte schließlich selbst noch einmal die Polizei. Das war Mitte November. Auf Nachfrage dieser Redaktion bei der Polizeiinspektion Schweinfurt wurde nun bestätigt, dass eine Anzeige vorliege und die Ermittlungen nun aufgenommen worden seien.        

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