Wipfeld

Sicherheit, Freizeitspaß und Finanzen

Zur ersten Sitzung im neuen Jahr tagte der Wipfelder Gemeinderat mal wieder im Sportheimsaal - um noch mehr auf Abstand gehen zu können, stellte Bürgermeister Tobias Blesch zum Auftakt klar.

Erster Tagesordnungspunkt: der Bau eines Einfamilienhauses in der Ahornstraße mit Garage, Carport und Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, der in einigen Bereichen von den Festsetzungen des Baugebietes abwich. Wie Blesch bezüglich der Abweichungen von Traufhöhe, Dachform, Garagenstandort und Kniestockhöhe argumentierte, hat sich der Anspruch an die "Wohnqualität" geändert. In der Nachbarschaft gibt es bereits ähnlich gelagerte, genehmigte Fälle und auch die nötigen Nachbarunterschriften lagen vor. Und so gab es einstimmig grünes Licht für das Bauvorhaben, auf das dann im nächsten Tagesordnungspunkt noch einmal Bezug genommen wurde.

In unmittelbarer Nähe ist dort nämlich die Errichtung einer Bushaltestelle für die Linie 440 des Busunternehmens Danzberger geplant. Für diese hauptsächlich von Schulkindern genutzte Linie sind lange Busse im Einsatz. Das Problem: Aufgrund der Länge können die Busse die reguläre Haltestelle in der Nikolas-Müller-Straße nicht anfahren. Die Schulkinder steigen im Kreuzungsbereich der Straße am Marktplatz ein und aus - eine ungünstige Situation mit Gefahrenpotential, die im Gremium schon für Diskussionen sorgte. Die nun geplante zusätzliche Haltestelle in der Ahornstraße am Feuerwehrhaus und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wäre ausschließlich für die Linie 440 und würde die Situation entschärfen. Landratsamt, Verkehrspolizei und Busunternehmen haben dem Vorschlag bereits zugestimmt, doch nun wies Markus Schott mit Blick auf das vorab abgesegnete Bauvorhaben darauf hin, dass am Standort der neuen Haltestelle vermutlich mit Bauverkehr zu rechnen sei. Das wird noch geprüft, doch prinzipiell stimmte der Gemeinderat einstimmig für den Vorschlag der Verwaltung.

Anschließend präsentierte Kämmerin Marliese Hofmann die Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Jahresrechnungen 2011 bis 2019; ein gut hundertseitiges "Machwerk", wie es Gemeinderätin Gabriele Brach betitelte, das stichprobenartig die Wirtschaftsführung der Gemeinde analysiert, Verbesserungsvorschläge ausspricht und Feststellungen formuliert, die bereinigt werden müssen. Wie Brach nachfragte, betreffen die meisten Stellungnahmen die Arbeit in der Verwaltung; so müssen zum Beispiel zeitnah verschiedene, nicht mehr aktuelle Satzungen und Gebühren angepasst werden oder Stromlieferverträge und Richtlinien überarbeitet werden. Novellierungen, die in letzter Instanz dann auch - so Brachs Frage - den Gemeinderat betreffen, der die Überarbeitungen final beschließen muss.

Weiter entschied das Gremium erneut - wie schon im letzten Frühjahr - das Angebot des Freistaates anzunehmen und die Kita-Beiträge für Familien zu erstatten, die für ihre Kinder im Januar und Februar an nicht mehr als fünf Tagen im Monat die Notbetreuung genutzt haben - der Freistaat übernimmt dabei 70 Prozent, die Gemeinde 30 Prozent der Kosten.

Dazu informierte Blesch über die Neuauflage des Regionalbudgets, mit dem Kleinprojekte gefördert werden können - Vorschläge können bis zum 31. März eingereicht werden. Da aktuell keine Bürgerversammlungen stattfinden können, plant Blesch, Informationen und Planungsfortschritte in Wipfeld im Laufe des ersten Quartals im Amtsblatt zu veröffentlichen,  ab Jahresmitte - hofft Blesch - kann vielleicht zu einer öffentlichen Versammlung geladen werden.  

Berthold Braun kritisierte den Zustand einiger Wege im Gemeindegebiet; dort wäre Gehölz nicht richtig geschnitten worden, vieles wäre liegen geblieben. Wie Blesch erläuterte, werden die umfangreichen Arbeiten von Jagdgenossenschaft und Gemeinde gemeinsam koordiniert und beauftragt, mit der geplanten Entwicklung eines neu aufgelegten Gesamtplans mit einem strukturierten Leistungsverzeichnis hofft Blesch auf eine Optimierung der Pflegemaßnahmen.

Um den Erholungswert in der Gemeinde drehte sich dann der letzte öffentliche Tagesordnungspunkt: Sebastian Lother warb für einen "Slip" für kleine Boote und Stand-Up-Paddler am alten Fähranleger, das wird jetzt vor Ort begutachtet. Berthold Braun wünschte sich für den Wohnmobilstellplatz ein Sanitärgebäude.

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