Schweinfurt

SPD-Fraktion sieht sich bestätigt

Vor Jahresfrist hat die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag mit Vorschlägen zur Belebung der Innenstadt gestellt. Ein wesentlicher Punkt war hierbei die Forderung, auf dem Marktplatz eine Art Viktualienmarkt zu installieren. Derartige Plätze „des kommunikativen Erlebniseinkaufes“ seien für die Belebung der Innenstadt unabdingbar.

Durch den kürzlich veröffentlichten Zwischenbericht der CIMA zum Thema sieht sich die SPD-Fraktion bestätigt, erklärt Stadtrat Peter Hofmann, der den Antrag federführend formuliert hatte. Die Passantenbefragung an vier verschiedenen Stellen in der Innenstadt durch die Beratungsfirma habe ergeben, dass die Schweinfurter die Markthalle vermissen und bedauern, dass viele gastronomische Einrichtungen erst am Abend öffnen. „Das Ergebnis ist eine klare Aussage pro Begegnung und Kommunikation beim Einkauf und Aufenthalt in der Innenstadt“, stellt nun Peter Hofmann in einer Mitteilung fest.

Hofmann erinnerte an seine Begründung zu diesem Punkt im SPD-Antrag: „Die Einrichtung eines Viktualienmarktes ist eine geeignete Möglichkeit, kommunikative Begegnungen und Erlebniseinkauf in der Innenstadt zu ermöglichen.“

Alle trauern der Markthalle nach

Der auch bei widrigen Wetterverhältnissen immer gut besuchte Weihnachtsmarkt mache den großen Bedarf an kommunikativen Begegnungsmöglichkeiten in Schweinfurt deutlich. Die Bürger brauchten derartige Plätze der Begegnung, wie das die „schmerzhaft vermisste Markthalle in der Kesslergasse“ gewesen sei.

Ersatz könne „ein kleiner Viktualienmarkt mit Spezialitäten aus der Region sein, die über das Internet in der Regel nicht erhältlich sind und die von gastronomischen Darbietungen ergänzt werden“, so Hofmann. Er stellt sich am Rand der Ost- und/oder Westseite des südlichen Teils des Marktplatzes jeweils bis zu fünf begehbare Häuschen vor, die auch zum Verweilen einladen. Durch die Randlage würde der Platzcharakter nicht beeinträchtigt, aber der Marktplatz dauerhaft belebt. Eine negative Auswirkung auf den Gemüse- und Obstmarkt sieht Hofmann ebenso nicht, im Gegenteil könnte der Verkauf durch das Spezialitätensortiment sogar gesteigert werden.

Hofmann freut sich, dass der im Antrag geforderten Möblierung und besucherfreundlicheren Ausgestaltung des Zeughaus- und Schillerplatzes entsprochen worden sei, aber alle weiteren Punkte, wie auch der Viktualienmarkt, an den Arbeitskreis Innenstadt verwiesen worden seien. Dort sei innerhalb eines Jahres nicht mehr über die Ideen gesprochen worden.

„Weil der Antrag aus der falschen Fraktion kommt?“, fragt Hofmann und fordert eine „sofortige und ernsthafte Behandlung dieser Lösungsmöglichkeit zur Förderung des Einkaufserlebnisses“. Auch wenn die neue City-Managerin Svenja Melchert mit Initiativen frischen Wind bringe, seien strukturelle Verbesserungen unabdingbar. „Ein wesentlicher Beitrag könnte hierzu der beantragte Viktualienmarkt sein“, so Hofmann.

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