Schweinfurt

Stadt übergibt Energie-Spar-Preise 2019 und 2020

Mit dem Energie-Spar-Preis der Stadt sollen Bürgerinnen und Bürger sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Schweinfurt ausgezeichnet werden, die sich bereits mit einer konkreten, besonders gelungenen Energiesparmaßnahme an der Bewältigung der Aufgabe beteiligt haben.
Foto: Thinkstock | Mit dem Energie-Spar-Preis der Stadt sollen Bürgerinnen und Bürger sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Schweinfurt ausgezeichnet werden, die sich bereits mit einer konkreten, besonders gelungenen ...

Um das Thema Klimaschutz weiter voranzutreiben und der umweltpolitischen Aufgabe der Stadt Schweinfurt, namentlich der Energieeinsparung und der Reduzierung der CO2-Emissionen im Stadtgebiet mehr öffentlichen Raum zu geben, hat die Stadtverwaltung 2018 den Energie-Spar-Preis ins Leben gerufen.  Mit ihm sollen sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch kleine und mittelständische Unternehmen aus Schweinfurt ausgezeichnet werden, die sich bereits mit einer konkreten, besonders gelungenen Energiesparmaßnahme an der Bewältigung der Aufgabe beteiligt haben.

Auf Grund der aktuellen Situation durch die anhaltende Corona-Pandemie wurde seitens der Verwaltung der Energie-Spar-Preis 2019 rückwirkend gemeinsam mit dem Energie-Spar-Preis 2020 vergeben. Die Auswahl der jeweiligen Preisträger richtete sich laut einer Mitteilung der Stadt vorrangig nach der Verhältnismäßigkeit zwischen der CO2-Einsparung und der umgesetzten Maßnahme.

Der Energie-Spar-Preis soll Anreiz und Motivation sein, zum Schutz der Umwelt und des Klimas beizutragen. Die jeweils ersten Preisträger haben seitens der Stadt Schweinfurt ein Preisgeld von jeweils 1000 Euro erhalten. Die zweiten Preisträger haben als Anerkennung für ihren Umweltbeitrag ein Preisgeld von 600 Euro erhalten, der dritte Platz jeweils 300 Euro.

Das sind die Preisträger 2019

Der Energie-Spar-Preis 2019 wurde in der Kategorie Gewerbe an das Unternehmen bb-net media GmbH, Lissabonstraße 4 für eine nachhaltige Klimastrategie vergeben. Diese umfasst ein Nachhaltigkeitskonzept, indem gebrauchte IT-Produkte geprüft, validiert und klimapositiv aufbereitet werden. Die Stadt schreibt: "Eine defekte oder nicht mehr gebrauchsfähige Hardware wird nicht entsorgt, sondern sorgfältig zerlegt, die Bauteile überprüft und wiederverwendet. Dieses nachhaltige Wirtschaften erzielt nicht nur eine Minimierung der CO2-Emissionen, sondern leistet einen wichtigen Beitrag im schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. In 2019 konnte das Unternehmen 19 Millionen CO2- Äquivalente einsparen, die bei der gesamten Neuproduktion von 81 000 IT-Geräten entstanden wäre. (Hinweis: Um die Emissionen miteinander vergleichen zu können, werden alle Treibhausgase auf CO2 umgerechnet, die sogenannte CO2-Äquivalente)".

bb-net-Geschäftsführer Michael Bleicher (links) und Umweltbeauftragter Viktor Rath mit der Urkunde 'Energiepreis-Spar-Preis 2019' der Stadt Schweinfurt.
Foto: Stefanie Buchert | bb-net-Geschäftsführer Michael Bleicher (links) und Umweltbeauftragter Viktor Rath mit der Urkunde "Energiepreis-Spar-Preis 2019" der Stadt Schweinfurt.

In der Kategorie Privat erhielt den ersten Preis Familie Saar für den Bau ihres Niedrigenergiehauses mit Wärmepumpe, Lüftungsanlage, Dach-Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher zur Eigenversorgung und Ladung von Elektrofahrzeugen. Die Maßnahme ergibt insgesamt eine jährliche CO2-Einsparung von ca. 11,7 Tonnen.

Für die umfassende, energetische Sanierung ihrer Doppelhaushälfte erhielten Christian und Nadine Giegler den zweiten Preis. Den dritten Preis konnte Marcel Zirkel durch die Errichtung und Betrieb seiner PV-Anlage mit Speicher zur Versorgung von zwei Haushalten erzielen.

Das sind die Preisträger 2020

Der Energie-Spar-Preis 2020 wurde in der Kategorie Gewerbe an die Schreinerei und Küchenwerkstatt Deeg, Alois-Türk-Straße 10 für ihr umfassendes Klimamanagement vergeben. Mit dem Umzug von Dittelbrunn in das Gewerbegebiet „Am Hainig“ in Schweinfurt wurde ein energetisch autarker Neubau konzipiert, welcher mit einer modernen Hackschnitzelanlage und einer Photovoltaik-Anlage (34,77 kWp) insgesamt zu einer CO2-Einsparung von rund 33 Tonnen pro Jahr führt. 100 Prozent der benötigten Heizenergie wird durch die in der Schreinerei anfallenden Holzabfälle abgedeckt. Diese werden zu Hackschnitzeln verarbeitet, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht und der fossile Energieträger Heizöl vollständig substituiert wird.

Den zweiten Preis erhielt die Turngemeinde Schweinfurt 1848 e.V., Lindenbrunnenweg 51. Durch energetische Sanierungsmaßnahmen (LED-Umrüstung in Spiel- und Turnhalle mit Bewegungsmeldern, Heizungsaustausch der alten Ölheizung auf Gas mit Brennwerttechnik, Deckenabhängung der Turnhalle, Austausch der Dämmplatten) konnten Einsparungen in den Bereich Strom und Heizenergie verzeichnet werden. Zudem wurde die Dachfläche der Turn- und Spielhalle für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit 335 kWp durch Vermietung freigegeben. Der damit erzeugte Strom entspricht bilanziell etwa dem Verbrauch von 100 Vier-Personen-Haushalten und geht in die Energiebilanz des Stadtgebietes ein.

Die Kategorie Privat

In der Kategorie Privat erhielt den ersten Preis Josef Stevens für die Errichtung einer Dach-Photovoltaik-Anlage, den Einbau einer Pelletheizung und weitere energetische Einsparmaßnahmen, wie der Fensteraustausch, die Dachisolierung und die Installation eines Smart-Home-Systems. Die Maßnahme ergibt eine jährliche CO2-Einsparung von 16,2 Tonnen.

Der zweite Preis ging an Familie Jokiel für energetische Sanierungsmaßnahmen, wie die Dach- und Heizungssanierung, Errichtung einer PV-Anlage mit Hausspeicher, Fensteraustausch und Hausdämmung. Die Maßnahme ergibt eine jährliche CO2-Einsparung von 9,2 Tonnen.

Den dritten Preis erhielt Oliver Dorsch für die Errichtung und den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenversorgung.

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