Schweinfurt

Steigerwaldbahn: VCD wehrt sich gegen Kritik an Umfrage

In einer Pressemitteilung erläutert der Verband noch einmal die Methodik seiner Online-Umfrage. Warum man von den Kritikern einen fairen und sachlichen Umgang einfordert.
Die Steigerwaldbahn beim alten Haltepunkt Sulzheimer Gipshügel mit Blickrichtung Naturschutzgebiet Unkenbachaue.
Foto: Edo Günther | Die Steigerwaldbahn beim alten Haltepunkt Sulzheimer Gipshügel mit Blickrichtung Naturschutzgebiet Unkenbachaue.

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD), Kreisverband Mainfranken-Rhön, hat kürzlich mit seinen Ortsgruppen Schweinfurt und Kitzingen laut einer Pressemitteilung eine Umfrage zur Zukunft der Steigerwaldbahn erstellt. Eine Mehrheit der Befragten, so der VCD, sehe eine Perspektive für die Bahn in Zukunft.

Allerdings wurde die Methodik der Studie kritisiert, unter anderem von Frank Widmaier in einem Leserbrief in dieser Zeitung. Der Gochsheimer Bürger ist dort auch für die CSU im Gemeinderat. Widmaier hatte erklärt, er könne die Umfrage nicht ernst nehmen, da sie aus seiner Sicht methodische Fehler beinhalte. Diese analysiert er auch in einem Beitrag auf seiner Internetseite.

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Zu diesen Vorwürfen nahm wiederum der VCD in einer Pressemitteilung Stellung. Manfred Röder vom VCD Schweinfurt betonte, man habe die Umfrage gestartet, um ein Meinungsbild der Bevölkerung zum Thema Bahnmobilität und speziell zur Steigerwaldbahn-Reaktivierung zu bekommen. Man habe 18 000 Flyer drucken lassen und an alle Haushalte entlang der Steigerwaldbahn-Trasse verteilt. So seien Befürworter wie Gegner gleichzeitig informiert worden.

Der VCD kritisiert Frank Widmaier deutlich und weist die Kritik zurück. Manfred Röder, der die Umfrage technisch betreute, hatte sich laut Mitteilung für eine relativ offene Handhabung entschieden. Bei der Auswertung der insgesamt 1823 eingegangenen Rückmeldungen seien bereits 109 als offensichtliche Mehrfachmeldungen von gleichen IP-Adressen mit bis zu 15 identischen Bewertungen aussortiert worden.

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Alle Rückmeldungen seien auf Plausibilität geprüft in Bezug auf Altersstrukturen, Bevölkerungszahlen und auch bezüglich des zeitlichen Eingangs der Rückmeldungen. In vielerlei Hinsicht erscheine das Ergebnis der Umfrage schlüssig, sie bilde recht gut die Bevölkerungsverteilung und Altersstruktur entlang der Strecke ab – "wenn eine Manipulation massiv auf das Ergebnis durchgeschlagen hätte, wäre dies nicht der Fall", so Röder

Auch dass in einigen Gemeinden, vor allem Gerolzhofen, Wiesentheid, Schweinfurt oder Kitzingen das Ergebnis deutlich positiv ist, ergebe Sinn. Insgesamt hatte die Umfrage ergeben, dass die Steigerwaldbahn von einer Mehrheit der Befragten durchaus als Zukunftsperspektive gesehen werde. Bei insgesamt 1714 gewerteten Stimmabgaben gaben 61 Prozent aller Befragten an, sich auf diese klimafreundliche Mobilität zu freuen, wobei insgesamt der Südteil der Strecke positiver votierte als der Nordteil, so der VCD. Würde man mögliche Mehrfach-Stimmabgaben dagegen rausrechnen, wäre der positive Anteil noch höher.

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VCD lädt zum sachlichen Austausch über Steigerwaldbahn ein

Auf der Basis des vom VCD ermittelten Meinungsbildes könne man weiter über die Steigerwaldbahn diskutieren und sich auf der sachlichen Ebene mit dem Für und Wider der Bahn auseinandersetzen, schreibt der Verband. "Eine Voraussetzung dafür ist ein Interesse an dem dokumentierten Willen der Bürgerinnen und Bürger. Umfragen zu manipulieren und zu diskreditieren ist einfach – aber es ist weder fair noch sachlich, noch in der Sache weiterführend", heißt es weiter. Der VCD wolle gemeinsam eine Lösung finden, "um die Mobilität in unserer Region nachhaltig und bürgerfreundlich weiterzuentwickeln."

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