Schweinfurt

Töpper: "Unsere Demokratie muss sich wehren"

Der Anschlag von Halle hat auch den Schweinfurter Kreistag nicht kalt gelassen. Landrat Florian Töpper formulierte einen eindringlichen Appell für den Erhalt der Demokratie.
Nach dem tödlichen Anschlag von Halle: Landrat Florian Töpper mahnte im Kreistag, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen.
Foto: Martina Müller | Nach dem tödlichen Anschlag von Halle: Landrat Florian Töpper mahnte im Kreistag, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen.

Stehend haben am Donnerstag die Mitglieder des Kreistags den Opfern des vermutlich antisemitischen Anschlags von Halle gedacht. Dabei hatte am Mittwoch ein bewaffneter Mann eine gut besuchte Synagoge und einen Döner-Imbiss angegriffen, zwei Menschen getötet und mehrere verletzt. Landrat Florian Töpper mahnte in der Sitzung in nüchternen, aber eindringlichen Worten, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen.

"Der Staat sind wir alle"

"Der Staat, das sind wir alle. Egal ob Mann oder Frau, Jude, Christ, Muslim, Agnostiker, Atheist. Bürgerin mit Amt oder Mandat, Bürger ohne Amt und Mandat", sagte Töpper. Dieser Staat sei aber 70 Jahre nach Entstehen des Grundgesetzes in Gefahr durch Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Zu Betroffenheit und Gedenken anlässlich der Tat und angesichts zunehmender Anfeindungen von Juden müsse sich der entschiedene Wille aller politischen Kräfte innerhalb des Verfassungsbogens gesellen, dieser Tendenz entgegenzutreten. Wörtlich sagte Töpper: "Unsere Demokratie ist wehrhaft. Und sie muss sich wehren."

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