Über Gestapo-Unterlagen erstaunt

Schweinfurt Um ihr Kind vor den Nationalsozialisten zu retten, haben die Eltern ihren damals 16-jährigen Sohn 1936 nach England geschickt. Aus dem in Schweinfurt geborenen Juden Karl-Heinz Marx ist der Amerikaner Charlie D. Marks geworden. Der sympathische 83-Jährige besuchte dieser Tage seine Heimatstadt.

Und das hat "viele Gründe", sagt der 83-Jährige. Er sagt das in einem einwandfreien Deutsch. Nur ab und zu rutscht Marks in ein englisches Wort ab, verbessert sich sofort wieder. Die Familiengeschichte beschäftigte Marks einmal mehr. Die heute in der Rhön lebende Schweinfurterin Elisabeth Böhrer hat die fast vollständige Datensammlung über seine Familien zusammengestellt. Seit Jahren trägt sie Materialen und Fakten über die Schweinfurter jüdischen Familien zusammen, stellt Kontakte zu den wenigen noch lebenden Zeitzeugen überall auf der Welt her. Charlie Marks hat viel erlebt.

Archiv-Artikel
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