Schweinfurt

Umzug der Caritas Schweinfurt: Vielfalt leben im neuen St. Anton

Ab 18. Januar bietet der Caritasverband Schweinfurt Stadt und Landkreis seine Leistungen in neuen Räumen in St. Anton an. Wie groß die Vorfreude ist und welches Konzept es gibt.
Der provisorische Eingang zu den Räumen der Caritas in St. Anton. Die Büros sind fertig, der Umzug beginnt am Montag. Die Außenseite des Gebäudes wird in den nächsten Monaten noch gedämmt und verputzt.
Foto: Oliver Schikora | Der provisorische Eingang zu den Räumen der Caritas in St. Anton. Die Büros sind fertig, der Umzug beginnt am Montag. Die Außenseite des Gebäudes wird in den nächsten Monaten noch gedämmt und verputzt.

"Das neue St. Anton, Vielfalt leben", so lautet der Titel der Broschüre über die Angebote von Kirche und Caritas im neuen St. Anton an der Deutschhöferstraße, wo die Baustelle rund um die Kirche zwar noch in vollem Gang ist, wie man unschwer an den Gerüsten außen und dem lauten Hämmern und Bohren innen erkennen kann – Aber auch die ersten Mieter schon einziehen, nämlich die Caritas.

Jutta Münch, Geschäftsführerin der Caritas Schweinfurt, geht Ende Januar in Ruhestand.
Foto: Frank Kupfer-Mauder | Jutta Münch, Geschäftsführerin der Caritas Schweinfurt, geht Ende Januar in Ruhestand.

Der Umzug aus den alten Räumen im Erdgeschoss des von der Caritas betriebenen Seniorenheimes Marienstift, nur ein paar Meter weiter, in die sanierten Räume im, wenn man auf den Haupteingang der Kirche schaut, rechten Nebengebäude von St. Anton beginnt am 11. Januar, ab dem 18. Januar soll die Arbeit vor Ort losgehen. Dann ist alles eingerichtet und der Allgemeine Soziale Beratungsdienst, die Fachstelle für gesellschaftlichen Zusammenhalt, der sozialpsychiatrische Dienst unter anderem mit dem Tageszentrum für 20 Menschen und der Fachdienst Gemeindecaritas können die Arbeit aufnehmen.

Zu erreichen sind die Mitarbeiter über einen eigenen Eingang, trotz der Baustelle im Moment. "Das neue Konzept hat inspirierende Strahlkraft und bietet uns viele Möglichkeiten", freut sich Frank Kupfer-Mauder, der stellvertretende Geschäftsführer, der ab 1. Februar mit dem Ruhestand der Geschäftsführerin Jutta Münch die Leitung übernimmt. 

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In der Tat ist es beeindruckend, was Caritas und Kirche gemeinsam in St. Anton schaffen, auch wenn es noch einige Monate dauern wird, bis die seit gut drei Jahren laufende Großbaustelle abgeschlossen ist. Doch dann sind die Möglichkeiten, das Motto "Casa Vielfalt" (das Akronym steht für Caritas St. Anton) auch wirklich zu leben, fast unbegrenzt.

Blick auf den noch eingerüsteten neuen Haupteingang ins Kirchenzentrum St. Anton.
Foto: Oliver Schikora | Blick auf den noch eingerüsteten neuen Haupteingang ins Kirchenzentrum St. Anton.

Denn neben der Caritas sind der ambulante Malteser Hospizdienst mit im Haus, wird im Erdgeschoss des linken Nebengebäudes ein von der Caritas betriebenes Café mit Zuverdienstarbeitsplätzen eingerichtet. Es ist die Frühförderstelle der Caritas schon da, genauso wie die Kindertagestätte St. Anton und die Julius-Kardinal-Döpfner-Schule mit ihrer schulvorbereitenden Einrichtung und der heilpädagogischen Tagesstätte. Es kommt natürlich die Kirchenverwaltung St. Anton und als Herz die verkleinerte Kirche. Es gibt großzügige Konferenz- und Besprechungs- sowie Veranstaltungsräume. Die 17 Millionen Euro, die der Umbau kostet, geschultert vom bischöflichen Stuhl in Würzburg und der Kirchenstiftung St. Anton, sind wahrlich gut investiert. 

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"Vielfalt Kirche, Vielfalt Mensch, Vielfalt leben" sind die Schlagworte, bei denen die Themen Inklusion, Spiritualität und Mehrgenerationen zusammen kommen. "Wir wollen natürlich jetzt auch Leben ins Haus bringen , die Vielfalt fördern, den sozialen Zusammenhalt und Jung und Alt zusammen bringen", beschreibt Marion Hammer ihren Aufgabenbereich in der Caritas. Im Mai 2020 sagte Diakon Joachim Werb dem Pressedienst des Ordinariats in Würzburg: "Wir sind ein offenes Haus, auch für Leute, die mit Kirche nichts am Hut haben. Und wir wollen Menschen Hilfe anbieten, ohne sie zu stigmatisieren."

So sieht St. Anton dann aus, wenn die Sanierung in diesem Jahr abgeschlossen sein wird.
Foto: Brückner & Brückner Architekten GmbH | So sieht St. Anton dann aus, wenn die Sanierung in diesem Jahr abgeschlossen sein wird.
"Wir haben viel Solidarität der Menschen in Stadt und Region gespürt."
Marion Hammer über die Arbeit der Caritas während der Corona-Pandemie.

Die Vielfalt im neuen St. Anton spiegelt sich auch dadurch wider, dass im neuen Haupteingang sich die Wege teilen zur Kirche, zum Café und zu den Angeboten von Caritas und Malteser. Dass es ein niederschwelliges Angebot ist und jeder willkommen ist und vor allem auch keiner Angst haben muss, zu kommen und sich helfen zu lassen.

Für alle Beteiligten ein spannender Moment. Das tonnenschwere Portalfenster von St. Anton wurde mit Hydrauliktechnik um 18,3 Meter in den Innenraum verschoben.
Foto: Brückner & Brückner Architekten GmbH | Für alle Beteiligten ein spannender Moment. Das tonnenschwere Portalfenster von St. Anton wurde mit Hydrauliktechnik um 18,3 Meter in den Innenraum verschoben.

Jutta Münch freut sich, noch vor ihrem Ruhestand den Umzug bewältigen zu können und die neuen Möglichkeiten für die Caritas mit entwickelt zu haben. "Es wächst zusammen und ist die Aufgabe der Zukunft, zu schauen, was man alles zusammen machen kann und wo es Synergien gibt."

Froh ist Jutta Münch, wie die Caritas mit ihren Mitarbeitern und den gut 3000 Menschen, die jedes Jahr die verschiedenen Angebote in Anspruch nehmen, bisher durch die Corona-Pandemie gekommen ist. Alles konnte aufrecht erhalten werden, "es wurde von uns keiner allein gelassen." Das Team sei eng zusammen gerückt, habe sich immer wieder Gedanken gemacht, wie man coronagerecht arbeiten könne. Und: "Wir haben viel Solidarität der Menschen in Stadt und Region gespürt", erzählt Marion Hammer. Auch das sei ein Aspekt gerade in diesen schweren Zeiten, der zuversichtlich stimmt, dass man mit der Casa St. Anton auf dem richtigen Weg ist.

Als letzter Schritt steht in diesem Jahr der Innenausbau der von 700 auf 200 Plätze verkleinerten Pfarrkirche St. Anton an, in der seit 2019 zwar wieder Gottesdienste gefeiert werden, die aber dennoch noch schmucklos ist. Fertiggestellt werden auch das Caritas-Café, der Pfarrsaal und die zu vermietenden Wohnungen an der Außenseite des linken Nebengebäudes.

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