Schweinfurt

Verkehrssicherheitstag am Celtis-Gymnasium

Tag der Verkehrssicherheit am Celtis-Gymnasium
Foto: Sebastian Müller | Tag der Verkehrssicherheit am Celtis-Gymnasium

Die Verwunderung in der Früh war groß: Was hat es mit dem alleinstehenden LKW-Führerhaus mitten auf dem Pausenhof des Celtis-Gymnasiums auf sich?

Die Antwort war schnell gefunden. Das P-Seminar Physik der Oberstufe unter der Leitung von OStR Müller hatte es sich im vergangenen Schuljahr zum Ziel gesetzt, einen Verkehrssicherheitstag für die fünften Klassen auf die Beine zu stellen. Und dieser sollte mit so viel Praxis und Alltagsbezug wie möglich gestaltet werden.

Das Leitfach "Physik" des Seminars zog sich durch fast alle Stationen, angefangen bei der Optik in der Station "Toter Winkel" bis hin zum Energieerhaltungssatz bei der Station "Fahrradhelm".

Für die Fünftklässler war es der erstere größere Projekttag, nachdem Aufenthalte wie das Schullandheim der Pandemie zum Opfer fallen mussten. Entsprechend groß war die Begeisterung, dem Klassenzimmer zu entkommen und sich in Kleingruppen an den Stationen praktisch zu betätigen.

An der Station „Sicheres Fahrrad“ wurde mithilfe einer Checkliste die Verkehrssicherheit von Schüler-Rädern überprüft. Hierzu zählte auch die gute Sichtbarkeit im Dunkeln. In den Physikräumen staunten die Schüler nicht schlecht (das ein oder andere „cool“ war zu vernehmen), als Reflektoren von Warnwesten oder Katzenaugen vergrößert unter einem Mikroskop betrachtet wurden und die regelmäßige Gitterstruktur erkennbar wurde. Diese Retroreflektoren aus drei rechtwinklig angeordneten Spiegeln standen zur besseren Veranschaulichung auch als großes Modell bereit.

Die Ablenkung durch das Smartphone oder laute Musik birgt eine der größten Gefahren im Straßenverkehr. Dazu durchliefen die Schüler in der Turnhalle einen Parcours, mit der Aufgabe, eine Nachricht am Handy zu schreiben. Den Bällen, welche durch die Mitschüler in ihre Richtung geworfen wurden, konnte kaum einer mehr ausweichen. Eindrucksvoll hat sich gezeigt, wie sehr wir durch das Texten abgelenkt werden und von der Umgebung nichts mehr mitbekommen. Auch den simulierten Krankenwagen mit Martinshorn nahmen die meisten beim Hören lauter Musik mit Kopfhörern viel zu spät wahr.

Dass das Tragen eines Fahrradhelms keine Frage von Coolness ist, erfuhren die Fünftklässler an der nächsten Station. Die Verletzlichkeit des menschlichen Kopfes wurde durch den Fall roher Eier aus ein Meter Höhe dargestellt. Erneut war das Erstaunen groß, dass die Eier, gepolstert mit Mini-Fahrradhelmen, den Sturz unbeschadet überstanden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Verkehrswacht Schweinfurt für das Ausleihen der Mini-Helme.

Ein Highlight der besonderen Art erwartete die Schüler wie bereits erwähnt im Pausenhof. Hier sollten die Gefahren des Toten Winkels eines LKWs für den Radfahrer unmittelbar erlebt werden. Der Firma NFZ Franken ist es zu verdanken, dass sie vollkommen unkompliziert eine ihrer Zugmaschinen zur Verfügung stellte. Voller Freude kletterte ein Schüler nach dem anderen ins Führerhaus, während der Rest der Klasse im Toten Winkel stehen blieb. Der Erkenntnisgewinn war enorm: Einerseits die Dimensionen des LKWs, wenn man klein daneben steht, andererseits die Tatsache, dass tatsächlich eine ganz Klasse vom Toten Winkel verschluckt und vom Fahrer nicht zu sehen ist. Daher wurden den Schülern Regeln mit an die Hand gegeben, wie sie den nicht sichtbaren Bereich verkleinern und Unfälle vermeiden können.

Am Ende konnten sich die Oberstufenschüler beim Abschlussquiz davon überzeugen, dass die Fünftklässler mit viel Spaß wichtige Informationen für ihr Leben mitgenommen haben und hoffentlich immer sicher im Straßenverkehr unterwegs sein werden.

Von: OStR Sebastian Müller, Jil Pertack, Lena Zinser (Schüler)

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