Schweinfurt

Vesperkirche Schweinfurt: Was trotz Corona möglich ist

Glückliche Gäste und freundliche Gastgeber gibt es heuer bei der Vesperkirche nur auf der Leinwand zu sehen.  Aber ein bisschen Gemeinschaft geht trotzdem.
Die 'Vesperkirche in Impressionen' gibt es bis zum 9. März in der St. Johanniskirche zu erleben. Dazu gehören auch Bilder von der Vesperkirche 2020.  
Foto: Anand Anders | Die "Vesperkirche in Impressionen" gibt es bis zum 9. März in der St. Johanniskirche zu erleben. Dazu gehören auch Bilder von der Vesperkirche 2020.  

Zusammen essen, sich in der Kaffee-Ecke gemütlich zusammen setzen oder draußen vor dem Kirchenportal in der Schlange miteinander plaudern:  Um das Miteinander geht es in der  Vesperkirche in St . Johannis. Coronabedingt geht das heuer nicht. Die siebte Auflage der Vesperkirche fällt wie alles im Corona-Zeitalter anders aus. Und distanzierter.

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Ganz ausfallen lassen wollten die Verantwortlichen die Vesperkirche aber nicht, sagt Dekan Oliver Bruckmann. Viele Überlegungen habe es gegeben, vielleicht doch etwas zu essen anzubieten, einen Bratwursttand auf dem Martin-Luther-Platz, zum Beispiel. Oder die Beratungsangebote, die es  immer bei der Vesperkirche gibt, mit Abständen und Hygienekonzept anzubieten. Aber das war alles viel zu unsicher. Planen ist zur Zeit eben ziemlich schwierig. 

Kein gemeinsames Essen, keine Begegnungen: "Das ist traurig. Nicht nur für uns, sondern auch für die Leute, die kommen", sagt Oliver Bruckmann.  Viele Leute freuen sich jeden Tag darauf,  in die Vesperkirche zu gehen, haben er und das Team in den vergangenen Jahren beobachtet. "Das  ist was Besonderes geworden. Warum stellen sich die Leute sonst an?" 

Die Vesperkirche, die 2015 an den Start ging, will aber nicht nur Menschen zusammenbringen. Sie will auch helfen. Essen gehen, das kann sich nicht jeder leisten. Wer allein ist, freut sich sicher über Gesellschaft. Das Geheimnis der Vesperkirche: Jeder kann und soll kommen. Egal, was er für einen Hintergrund hat, wie viel oder wie wenig Geld er hat, ob er einsam ist oder nicht. Wenn man zusammen an einem Tisch sitzt, spielt das keine Rolle mehr, sagen die Organisatoren. Darauf kommt es ihnen an. 2020 wurden an 15 Tagen 6000 Essen ausgegeben, circa 400 pro Tag, zog Jochen Keßler-Rosa im vergangenen Jahr Bilanz der Vesperkirche.

Zeichen setzen, dass die Vesperkirche nicht vergessen ist

"Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Vesperkirche nicht vergessen ist, dass sie nicht vergessen  wird", betont Oliver Bruckmann. Deswegen wird bis Dienstag, 9. März, jeden Tag von 12 bis 13 Uhr die "Vesperkirche in Impressionen" in der St. Johanniskirche aufleben und stattfinden. Eine etwa 15-minütige Bilderschau bietet einen Rückblick auf die bisherigen sechs Vesperkirchen und nimmt die außergewöhnliche Atmosphäre auf. "Wir wollen uns erinnern an die guten und schönen Erfolge, die wir hatten", sagt Oliver Bruckmann als  Video-Gastgeber in der Bilderschau. Diakonie-Vorstand Jochen Keßler-Rosa macht danach ein bisschen Hoffnung. "Wir freuen uns, wenn wir 2022 wieder miteinander reden können."

Für die Seele gibt es dabei das gewohnte, täglich neue "Wort in der Mitte" als Videobotschaft. Gegen 12.30 Uhr wird das Programm noch einmal wiederholt. An den Sonntagen 28. Februar und 7. März werden um 10.30 Uhr Vesperkirchen-Gottesdienste in St. Johannis gefeiert. Die bisherigen Gastgebenden der Vesperkirche werden dazu eingeladen. An diesen Tagen entfällt dafür die Bilderschau.

Die Vesperkirche im vergangenen Jahr: Coronabedingt gibt es heuer weder Essen , noch Begegnungen
Foto: Martina Müller | Die Vesperkirche im vergangenen Jahr: Coronabedingt gibt es heuer weder Essen , noch Begegnungen

Coronabedingt sind Abstände und Mund-Nasen-Schutz nötig. Größere Zusammentreffen sind nicht möglich. Die "Worte in der Mitte" werden nicht nur in der Kirche, sondern auch auf der Website www.vesperkirche-schweinfurt.de sowie der Homepage der Diakonie und weiteren zu sehen sein. Zusätzlich kann man sich täglich neue Impulse unter der Tel. (09721) 3701193 anhören, so die Mitteilung der Vesperkirche.

Ein Impuls von Dekanatsjugendreferentin Maria Aderhold. Beiträge wie dieser werden im Rahmen der  etwas anderen Vesperkirche 2021 gezeigt. 

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