Röthlein

Wahnsinnsempfang für Röthleins künftigen Bürgermeister Peter Gehring

Der aus dem Ortsteil Hirschfeld stammende Peter Gehring hat die Bürgermeisterwahl in Röthlein im ersten Durchgang gewonnen. In seinem Heimatort wurde er jubelnd empfangen.
Der frischgewählte Bürgermeister von Röthlein: Peter Gehring vor seiner neuen Arbeitsstätte.
Foto: Daniela Schneider | Der frischgewählte Bürgermeister von Röthlein: Peter Gehring vor seiner neuen Arbeitsstätte.

Aller guten Dinge sind drei - für den Hirschfelder Bürgermeisterkandidaten Peter Gehring (CSU/FWGH) hat dieses Sprichwort seit Sonntag eine ganz neue Bedeutung. Im dritten Anlauf gelingt ihm nach 2008 und 2014 der Sprung auf den Chefsessel im Rathaus; ein Herzenswunsch geht da Erfüllung, wie sein Jubelruf kurz nach 19 Uhr verrät. Da ist der letzte Briefwahlbezirk ausgezählt und das vorläufige Endergebnis läuft über den Bildschirm der vielen Handys, die die Besucher vor dem Rathaus gezückt haben.

Richtig: Während eine überschaubare Schar, darunter die beiden Mitbewerber um den Bürgermeisterposten Martina Braum (SPD) und Ralf Pfrang (LDW), oben im Sitzungssaal auf die Ergebnisse warten, haben sich bestimmt über 20 Bürgerinnen und Bürger, darunter eben auch der (bald) neue Bürgermeister Peter Gehring vor dem Rathaus versammelt, ob nun aus Solidarität mit der Berichterstatterin, die nach einem Skiurlaub in der Schweiz draußen lieber auf Abstand bleibt oder einfach, weil man sich eh momentan an der frischen Luft wohler fühlt, bleibt ungeklärt. Egal, die Stimmung ist jedenfalls bestens, spontan entsteht - auch wenn Peter Gehring aus Sicherheitsgründen wegen der aktuellen Corona-Situation nichts geplant hat und auch auf Umarmungen verzichtet - eine kleine Party auf dem Rasen.

Später im Hirschfelder Sportheim, wie Peter Gehring am Tag nach der Wahl am Telefon erzählt, gibt es dann noch einen "Wahnsinnsempfang" mit viel Jubel, der den Bürgermeister in spe dann doch "ganz sprachlos" macht. Da hatte der frisch gewählte Röthleiner Bürgermeister bereits die Gratulationen von seinen Mitbewerbern und auch von dem noch amtierenden Bürgermeister Albrecht Hofmann sowie von Verwaltungsleiter Simon Göbel entgegen genommen.

Das Wahlplakat wird noch gebraucht

Und auch wenn Peter Gehring, wie viele andere übrigens auch, mit einem Sieg im ersten Wahldurchgang überhaupt nicht gerechnet hatte, hat er doch vorsichtshalber eines seiner Wahlplakate in den Kofferraum gepackt. Auf das werden nun im Hirschfelder Sportheim viele Glückwünsche und Gratulationen geschrieben - das neue Umarmen in den Zeiten von Corona. Lange hat Gehring übrigens mit sich gerungen, ob er überhaupt ein drittes Mal antritt, hatte dann aber, wie er es am Montag im Gespräch beschreibt,  das Gefühl, dass "er er der Richtige für den Posten ist". Das sahen die Bürgerinnen und Bürger der Großgemeinde zu 54,2 Prozent auch so und nun hofft Peter Gehring, der seit zwölf Jahren im Gemeinderat sitzt, mit großem "Respekt vor der Aufgabe", dass er die Erwartungen seiner Wählerinnen und Wähler erfüllt.

Spannend wird es allemal, denn auch die Struktur des neuen Gemeinderates hat sich verändert, gleich vier Urgesteine sind nicht mehr angetreten. Alle anderen amtierenden Rätinnen und Räte wurden wieder gewählt, dazu neu: die beiden Bürgermeisterkandidaten  Martina Braum und Bernd Wehner, sowie Detlev Reusch von der neugegründeten Liste demokratischer Wähler (LDW). Die Zweitplatzierte Braum zeigte sich auf Nachfrage zufrieden mit ihrem Ergebnis,  natürlich hat auch sie auf eine Stichwahl gehofft, aber mit dem - nach Gehring - zweitbesten Stimmergebnis geht sie bestärkt in die Gemeinderatsarbeit.

In Hirschfeld wird es noch einmal spannend

Bernd Wehner und Ralf Pfrang waren nach eigenem Bekunden zwar enttäuscht, respektieren aber den Wählerwillen und lobten den fairen Wahlkampf. In Hirschfeld wird es auch noch einmal spannend, da wurde ein Sitz dazugewonnen, der jetzt allerdings bei Stimmgleichheit wohl unter den zwei Bewerbern mit je 499 Stimmen ausgelost wird. Der Wunsch des (bald) neuen Bürgermeisters: Dass sich alle - ob neu oder wiedergewählt - im Gemeinderat mit Engagement einbringen, weiterhin ganz ohne Fraktion und Zwang zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger der Großgemeinde Röthlein.    

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