Gerolzhofen

Warum Wozi keine Zugabe gab

Jede Menge gute Musik und Stimmung bis spät in die Nacht gab es bei der Jubiläumsausgabe des Kneipenfestivals in Gerolzhofen.
10 Jahre Geo-Live-Night: Höhepunkt war der Auftritt der Band „A Felony“, die vor zehn Jahren schon beim Gerolzhöfer Kneipenfest dabei war. Damals war Sänger Thorsten Wozniak allerdings noch nicht Bürgermeister.
Foto: Reinhold Anger | 10 Jahre Geo-Live-Night: Höhepunkt war der Auftritt der Band „A Felony“, die vor zehn Jahren schon beim Gerolzhöfer Kneipenfest dabei war.

Hauptattraktion beim Zehnjährigen der „Geo-Live-Night“ war ohne Zweifel der Auftritt der Gerolzhöfer Band „A Felony“ um Bürgermeister Thorsten Wozniak, die schon 2005 bei der Premiere der Geo-Live-Night gespielt hatte.

Dabei kamen fast alle Musiker zum Zug, die in der Geschichte der Band zwischen 1996 und 2009 mitgewirkt hatten. Frontmann „Wozi“ hatte zu Beginn des Auftritts versprochen, keine Zugabe zu spielen, weil die Gruppe nur für dieses Konzert zusammengefunden habe, und nur mit zwölf Titeln.

Dazu meinte Gitarrist Rage: „Seit März haben wir unregelmäßig, etwa einmal im Monat geprobt, im Juli mehr und im August in einer Woche dreimal.“ Nach dem letzten Song erklärte Wozi: „Ihr dürft ruhig Zugabe rufen, aber bei der Musik ist es wie in der Politik, Versprechen sollten gehalten werden, und ich habe es euch versprochen.“

Auf die Frage, wie das Gefühl war, nach so vielen Jahren mit „A Felony“ wieder auf der Bühne zu stehen, sagte er: „Es war schön, wieder mit den alten Leuten zu spielen. Es war auch ein guter Anlass, sich bei den Proben wiederzusehen und danach etwas zusammenzusitzen. Am Anfang war ich etwas nervös, auch in Verbindung mit meiner neuen Position als Bürgermeister, aber am Schluss bin ich mit dem gesamten Auftritt sehr zufrieden.“

Neben ihren Klassikern wie „No place to hide“ oder „No one like you“ spielten sie gekonnt den Beatles-Song „Can?t buy me love“. Doch „A Felony“ spielte hauptsächlich ihre schnellen Songs, angetrieben von Drummer Holger.

Doch außer „A Felony“ waren weitere hervorragende Gruppen beim Jubiläum der Geo-Live-Night in und um den Spitalgarten zu hören. Im Spitalhof legte den gesamten Abend – bis auf einige kurze Pausen – Donny Vox los. Ihn kann man getrost als riesiges Ein-Mann-Orchester bezeichnen. Begleitung und Solostimme spielt der gebürtige Kalifornier, der mittlerweile in Zeilitzheim lebt, auf der Gitarre ohne Probleme gleichzeitig. Und seine Stimme ist bei den Police-Songs von der Stings fast nicht zu unterscheiden.

Doch auch Metallica, Otis Redding oder Pink Floyd, Donny Vox reißt die Stücke herunter, als ob er sie selbst geschrieben hätte, und selbst Echo-Effekte erzeugt er am Mikro ohne Probleme selbst.

Der Musik von „Thin Lizzy“ hat sich die Band „The Lizzy Boyz“ verschrieben. Sie spielten fast nur Lieder von den zwischen den Jahren 1972 und 1983 entstandenen zwölf Alben der legendären irischen Gruppe um Phil Lynott. Ausnahmen waren einige Stücke von Gary Moore, aber dessen Ursprünge lagen – genau – bei Thin Lizzy.

Die drei Würzburger und der Schweinfurter mischten gekonnt Balladen in die Bluesrocksongs, so dass nicht nur Thin-Lizzy-Fans, sondern auch Besucher, die die Songs nicht kannten, auf ihre Kosten kamen. Besonders beeindruckend waren die Synchronläufe der beiden Gitarristen, die sich auch am Mikro glänzend ergänzten.

Im Spitalkeller rockte ab 22 Uhr Zero das Publikum. Nachdem die Gruppen im Freien ihre Auftritte da schon beendet hatten, platzte der Keller aus allen Nähten, bis spät in die Nacht. Die im unterfränkischen Raum und bei der Geo-Live-Night bestens bekannte Coverband um Sänger „Stoffel“ Herbig lief zu Höchstform auf, angetrieben von einem begeisterten Publikum.

In den Umbau- und sonstigen Pausen kam die Rhythmusgruppe „Bateria Caliente“ aus Hofheim zum Zug. Mit sechs Trommeln, einer Schellenkette und zwei Fahnenschwenkerinnen brachten sie Sambasound an die Spielorte, und das in einer Lautstärke, dass dem Publikum der Sound der Techniker an den Mischpulten wirklich human vorkam. Ihnen ist ein Lob für den klaren Klang bei den Auftritten auszusprechen.

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