Schweinfurt

Was westliche Politik im Orient anrichtet

Michael Lüders: Der Autor ist langjähriger Kenner der Verhältnisse im Nahen und Mittleren Osten.
Foto: Verlag C.H. Beck | Michael Lüders: Der Autor ist langjähriger Kenner der Verhältnisse im Nahen und Mittleren Osten.

Michael Lüders, derzeit viel beschäftigter Nahostexperte, kommt zur Lesung am Dienstag, 1. März, um 19.30 Uhr in die Buchhandlung Vogel. Im Anschluss besteht wie immer die Möglichkeit zur Diskussion.

Lüders reist nicht nur durch die Republik, um sein bemerkenswertes Buch „Wer den Wind sät – was westliche Politik im Orient anrichtet“ vorzustellen, sondern er ist auch selbst immer wieder im Nahen Osten unterwegs, um sich ein Bild von den aktuellen Zuständen zu machen. Michael Lüders, Jahrgang 1959, kennt den Orient seit Langem. Er hat unter anderem in Damaskus arabische Literatur studiert, später in Berlin Islam- und Politikwissenschaft, wo er auch promoviert hat. Und er ist Nachfolger von Peter Scholl-Latour als Präsident der deutsch-arabischen Gesellschaft.

Über zehn Jahre, bis 2003, war er Nahostredakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit, seitdem hat er zahlreiche Bücher geschrieben. Zum einen Spannungsromane, aber auch immer wieder tagesaktuelle politische Sachbücher, die sich durchaus auch fast wie ein Krimi lesen – nur leider sind die Fakten Realität.

Seine beiden letzten Bücher „Tage des Zorns – wie die arabische Revolution die Welt verändert“ und „Iran, der falsche Krieg – wie der Westen seine Zukunft verspielt“ sind vergriffen.

Im März 2015 kam sein letztes Sachbuch auf den Markt, es liegt bereits in der 15. Auflage vor und ist seit Erscheinen ununterbrochen auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten zu finden. In „Wer den Wind sät“ beschreibt Michael Lüders die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten seit der Kolonialzeit und erklärt, welche Folgen sie für die aktuelle politische Situation haben. Sein neues Buch liest sich wie ein Politthriller. Ohne den Irakkrieg von 2003 und die westliche Politik gegenüber Assad in Syrien lässt sich der Erfolg des „Islamischen Staates“ nicht begreifen.

Am 10. Februar erscheint übrigens bereits wieder ein neues Buch von Michael Lüders – diesmal ein politisch brisanter Krimi mit dem Titel „Never say anything“ (abgekürzt NSA). Es geht um eine deutsche Journalistin, die Zeugin eines amerikanischen Drohnenangriffs in Marokko wird und sich entscheiden muss zwischen sicherem Leben im Westen oder dem Öffentlichmachen, was sie erlebt hat, und so zwangsläufig ins Visier der amerikanischen Geheimdienstler zu gerät.

Eintritt: 10 Euro im Vorverkauf und 12 an der Abendkasse. Reservierungen unter Tel. (0 97 21) 71 600 oder per Mail an info@vogel-buchhandlung.de

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