Herlheim

Weltgebetstag heuer den Frauen von Vanuatu gewidmet

Titel des Bildes "Cyclon PAM II. 13. of Marach 2015" der  Künstlerin Juliette Pita.
Foto: Heiner Heine/ Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee | Titel des Bildes "Cyclon PAM II. 13. of Marach 2015" der Künstlerin Juliette Pita.

Am ersten Freitag im März findet in jedem Jahr der Weltgebetstag statt. Heuer ist dies der 5. März. Der Tag wird dem Inselstaat Vanuatu im Südpazifik gewidmet sein. Frauen aus diesem fernen Land haben auch die Gottesdienstordnung verfasst. Wegen der Corona-Pandemie wird es in der Herlheimer Pfarrkirche in diesem Jahr keine Andacht in gewohnter Weise geben. Der Tag soll allerdings auch nicht einfach vergessen werden, sondern es soll die Solidarität mit den Frauen aus Vanuatu auf andere Art bekundet werden. So erhielt jedes Mitglied des Frauenbundes ein Couvert, das unter anderem Informationen über das ferne Land enthielt. Zusammengestellt hat diesen Bericht Ingrid Mannl aus dem Vorstandsteam.

Er lautet wie folgt: "Vanuatu ist ein relativ unbekannter Inselstaat im Pazifik, besehend aus 83 Inseln. Er liegt östlich von Australien, westlich von Fidschi, 67 Inseln sind bewohnt. Den Namen Vanuatu tragen sie erst seit 1980, denn da erlangten sie die Unabhängigkeit von Frankreich und Großbritannien. Ursprünglich waren die Inseln bekannt als 'Neue Hebriden'. Bis zur eigenen Identität war es ein langer Kampf gegen die Sklaverei und die Kolonialherren. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine eigene Landessprache, Bislama, in der sich die Bevölkerung auf Zuckerrohrfeldern oder Baumwollplantagen verständigen konnte. Die Vielfalt der Sprachen auf Vanuatu ist beeindruckend. Bis heute gibt es mehr als 100 verschiedene Sprachen auf den Inseln. Die ersten Missionare kamen 1839 auf den Neuen Hebriden an – und trafen auf Kannibalismus. Erst ihre Nachfolger konnten dem ein Ende setzen. Bislama und das Christentum sind heute wichtige Teile der vanuatischen Identität. Vanuatu ist ein Südseeparadies: blaues Meer, mit exotischen Fischen und Korallen, Traumstrände und dahinter tropischer Regenwald mit Überfluss an Früchten. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Vanuatu ist weltweit das am stärksten von Naturkatastrophen heimgesuchte Land. Als Folge des Klimawandels ist es verheerenden Zyklonen ausgesetzt. Der Meeresspiegel steigt und steigt. Durch die Lage im pazifischen Feuerring mit sieben aktiven Vulkanen ist es regelmäßig Erdbeben ausgesetzt. Ein großes Problem ist darüber hinaus die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen. Über die Hälfte hat bereits schlimme Erfahrungen in einer Partnerschaft gemacht. Zwischen all diesen widersprüchlichen Bedingungen muten uns die Frauen des Weltgebetstages aus Vanuatu die Frage zu: 'Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben wenn alles ins Wanken gerät?'"

Weiter ist dem Brief an die Mitglieder ein Anschreiben, ein kleines Teelicht und ein Gebet beigefügt. Das angezündete Lichtlein soll während des Gebets den meditativen Sinn und die Verbundenheit mit den Frauen weltweit zum Ausdruck bringen. Die Frauen werden zudem gebeten, in einen beigefügten kleinen Briefumschlag eine Spende zu legen, die den Frauen von Vanuatu zugute kommen wird. Die Umschläge mit den Spenden können vom 5. Bis 10. März abgegeben werden.

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