Werneck

Werneck: Sebastian Hauck setzt auf den Gemeinschaftssinn

Mit einem klaren Ergebnis hat sich Sebastian Hauck von der CSU gegen zwei Mitstreiter um das Bürgermeisteramt in Werneck durchgesetzt. Davon war er selbst überrascht.
Bürgermeisterwahl in Werneck (von links): FW-Kandidat Stephan Schäflein, Wahlsieger Sebastian Hauck (CSU), die noch amtierende Bügermeisterin und Wahlleiterin Edeltraud Baumgartl (CSU) und Grünen-Kandidat Johannes Weiß.
Foto: Luise Schottky | Bürgermeisterwahl in Werneck (von links): FW-Kandidat Stephan Schäflein, Wahlsieger Sebastian Hauck (CSU), die noch amtierende Bügermeisterin und Wahlleiterin Edeltraud Baumgartl (CSU) und Grünen-Kandidat Johannes Weiß.

Natürlich hat sich Sebastian Hauck einen Sieg zugetraut. Aber dass dieser gleich so deutlich ausfallen und schon nach dem ersten Wahlgang am 15. März alles entschieden sein würde, das hatte der 36-Jährige so nicht erwartet: "Bei drei Kandidaten hatte ich damit gerechnet, dass es eine Stichwahl gibt", erklärte er am Sonntagabend gegenüber dieser Redaktion. Er sowie seine beiden Mitbewerber um das Bürgermeisteramt in der Marktgemeinde Werneck – Stephan Schäflein (Wählergemeinschaft Stettbach/Freie Wähler) und Johannes Weiß (Grüne) – hatten sich am Wahlabend im Rathaus in Werneck versammelt und die Auszählung verfolgt.

Doch schon nach kurzer Zeit war die Spannung raus, denn der CSU-Kandidat entschied einen Stimmbezirk nach dem anderen deutlich für sich. Einzig in Stettbach, dem Heimatort von Stephan Schäflein, musste sich Hauck geschlagen geben. Das fiel insgesamt aber nicht weiter ins Gewicht: Mit starken 62,69 Prozent sicherte er sich den Bürgermeisterposten. Er folgt damit auf Amtsinhaberin Edeltraud Baumgartl (CSU), die nicht mehr zur Wahl antrat. Schäflein, Wernecks amtierender zweiter Bürgermeister, holte 24,48 Prozent der Stimmen, Grünen-Kandidat Johannes Weiß kam auf 12,83 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,4 Prozent. 

Bürgermeister für alle 13 Gemeindeteile

Am Montagvormittag erklärt Sebastian Hauck gegenüber dieser Redaktion, dass er sich auf seine neue Aufgabe sehr freue. Der Lehrer an der FOS/BOS Schweinfurt wird ab dem 1. Mai, dem Tag der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Marktgemeinderats, das Amt von Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl (CSU) übernehmen. Wie auch in der vergangenen Wahlperiode ist die Sitzverteilung im Marktgemeinderat eher untypisch, da nicht etwa eine Partei die Mehrheit oder einen Großteil der Mandate auf sich vereint, sondern die Wernecker Ortsteile mit eigenen Wählergruppierungen ihre Interessen vertreten werden. Hauck sieht das aber nicht als Hindernis, im Gegenteil: "Mir ist es wichtig, dass von den 13 Gemeindeteilen jeder im Marktgemeinderat vertreten ist", sagt er.

Zu dem Zeitpunkt, als Hauck mit dieser Redaktion am Montagvormittag über das Wahlergebnis spricht, zeichnete sich ab, dass die Wählergemeinschaft (WG) Eckartshausen ihren Sitz im Gremium nicht verteidigen können wird. Das bedauerte Hauck prompt: "Eckartshausen fehlt noch. Ich hoffe, dass am Ende jeder Gemeindeteil mit mindestens einer Stimme vertreten ist." Unabhängig davon, ob es für die WG Eckartshausen nun reiche oder nicht, verspricht Hauck, für alle Gemeindeteile da zu sein, die Partei spiele für ihn dabei keine Rolle. "Ich bin jetzt seit sechs Jahren im Gemeinderat", erklärt er. Parteipolitische Interessen seien da eher Randerscheinungen gewesen. "Wir entscheiden zum Wohle der Marktgemeinde und nicht zum Wohle einer Partei", erklärt er. 

Edeltraud Baumgartl: "Ich bin froh, dass wir eine Entscheidung haben."

Die Wahlleiterin und noch amtierende Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl (CSU) erklärte zum dem Wahlausgang noch am Sonntagabend: "Ich bin froh, dass wir heute eine Entscheidung haben. Es ist ein eindeutiges Ergebnis."

Stephan Schäflein gratulierte dem künftigen Bürgermeister zum Erfolg. Schäflein hatte sich mit seiner jahrlangen Erfahrung als Kommunalpolitiker (18 Jahre Marktgemeinderat sowie aktuell amtierender zweiter Bürgermeister) zwar ein besseres Ergebnis erhofft, aber enttäuscht sei er nicht: "Der Bürger hat entschieden. Es war ein deutliches Ergebnis. Ich kann damit
umgehen."

Grünen-Kandidat Johannes Weiß war mit seinem Ergebnis fürs Erste zufrieden. Er will jetzt als gewählter Marktgemeinderat das kommunalpolitische Geschehen in Werneck mitbestimmen. Das Amt des Bürgermeisters reizt ihn aber nach wie vor: "Ich kann es ja in sechs Jahren noch einmal probieren", sagte er am Wahlabend.

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