Schweinfurt

Wie Schweinfurt zum Kompetenzzentrum für Robotik werden will

Das Knowhow in Sachen Digitalisierung und Robotik hat die Stadt vor Ort: Wirtschaft und Wissenschaft. Und doch wird es nicht einfach, sich Titel und Zuschüsse zu holen.
Bei der ufra 2020 präsentierte sich auch der neue Studiengang der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) in Schweinfurt: Seit diesem Herbst wird dort Robotik gelehrt.
Foto: Anand Anders | Bei der ufra 2020 präsentierte sich auch der neue Studiengang der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) in Schweinfurt: Seit diesem Herbst wird dort Robotik gelehrt.

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) in Schweinfurt ist in diesem Herbst der erste Studiengang für Robotik angelaufen – deutschlandweit. Auf dem Konversionsgelände der früheren Ledward Barracks entsteht ein Lehrzentrum für Robotik. Und Unternehmen wie ZF beschäftigen sich in Tech Centern genau mit diesen Themen: Robotik und Digitalisierung. Beste Voraussetzung also dafür, dass Schweinfurt auch ganz offiziell Kompetenzzentrum werden will. 

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Im Juli habe sie Vertreter im Wirtschaftsministerium genau das gefragt, so Wirtschaftsförderin Pia Jost in den Haushaltsberatungen: Was muss Schweinfurt tun, um Kompetenzzentrum für Robotik zu werden? Die Antwort: es wird nicht ganz einfach. Denn sowohl FH als auch die Wirtschaft müssen mit ins Boot; Unternehmen sich auch finanziell beteiligen, beispielsweise über eine Stiftungsprofessur, wozu diese sicher bereit sei, wenn sich die wirtschaftliche Lage bessere. Nicht nur Schweinfurt, auch Augsburg bemühe sich um ein solches Zentrum, ergänzte Georg Wiederer (FDP).

Die Stadt will die Initiative anstoßen, hat vor einem Jahr das Zukunftsforum ins Leben gerufen, an dem Großindustrie, Mittelstand, Fachhochschule und auch Gewerkschaften beteiligt waren. Genau das wolle man 2021 weiterführen, so Jost. Gelder für entsprechende Studien tauchen auch im Haushalt der Stadt für nächstes Jahr auf; darunter 15 000 Euro für eine Studie zur Innovationsoffensive, 50 000 Euro für eine Studie zum Strukturwandel und 35 000 Euro für eine Studie zu einer autonomen Buslinie. Bei letzterem gab es schon erste Gespräche mit erfahrenen Planern aus Berlin, so Jost. Deren Meinung nach wäre die Campuslinie vom Hauptbahnhof bis zur FHWS interessant. Und ungewöhlich. Denn bisher fahren autonome, also selbstfahrende Busse, nur auf relativ ruhigen Geländen; entweder überland oder auch auf internen Flächen von Einrichtungen wie der Berliner Charité. In Sachen autonomer Bus habe es auch Vorgespräche mit ZF gegeben, so Finanzreferentin Anna Barbara Keck.

Offensive für Gründer und Innovation

Geplant ist laut Wirtschaftsförderin Jost auch eine Gründer- und Innovationsoffensive. Da wolle man in Zukunft einiges besser machen, einen klaren Rahmen für Zuschüsse geben und damit das Angebot der Stadt für Leute aus dem Bereich Gründer und Innovation interessant machen. Auch mit einem zweiten Hintergedanken: um "von Innvationen zu erfahren, von denen wir sonst nichts mitbekommen".  

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