Schweinfurt

Zum Wohl des Kindes und der Familie

Spendenübergabe beim Kinderschutzbund mit Projektkoordinatorin Yvonne Bauer (von links), Ferdinand Heil, Enrico Greidel, Vorstandsmitglied Gerd Schurz, Thomas Landsteiner, Dagmar Mauer und Vorstandsvorsitzende Daniela Schönig.
Foto: Gerd Landgraf | Spendenübergabe beim Kinderschutzbund mit Projektkoordinatorin Yvonne Bauer (von links), Ferdinand Heil, Enrico Greidel, Vorstandsmitglied Gerd Schurz, Thomas Landsteiner, Dagmar Mauer und Vorstandsvorsitzende ...

„Das Ziel unserer Arbeit ist und bleibt es, dass es allen Kindern mit ihren Eltern gut geht, dass sie sich wohlfühlen, sich gesund entwickeln und aufwachsen können.“ Zitiert ist aus dem Jahresbericht 2017 des Kinderschutzbunds für Schweinfurt Stadt und Landkreis, der sich seit 2008 für den Schutz von Kindern und die Kinderrechte einsetzt, der Anlaufstelle für Familien ist, die „nicht immer nur auf der Sonnenseite des Lebens stehen“.

Der Besuch der Redaktion in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes Am Graben 18/20 fällt mit einer Spendenübergabe zusammen, was das schon fast familiäre Miteinander von Spendern und Schutzbund erleben lässt. Mehrere Gastwirte hatten unter der Regie des Kornmarkt Stüberls bei einer Versteigerung von Hüten (aus dem Fundus eines Getränkeherstellers) 450 Euro zusammengetragen. 500 Euro brachte Ferdinand Heil mit – „weil mir das soziale Engagement am Herzen liegt“.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Überbringer Enrico Greindl, Thomas Landsteiner, Dagmar Mauer und Ferdinand Heil werden auch gleich darüber informiert, wo das Geld eingesetzt wird. Aktuell laufen vier Projekte oder sind in der Auswertung. Bei den 23 Familienpatenschaften spenden Aktive (aktuell 20) Zeit und Lebenserfahrung, um Familien in vorübergehenden Belastungssituationen zu unterstützen, bis der Alltag wieder eigenständig gemeistert wird. Beim „Begleiteten Umgang“ geht es um das Recht des Kindes, auch in schwierigen Lebensphasen oder nach einer Trennung beide Eltern zu sehen. Bei den Treffen achten die Ehrenamtlichen auf das Einhalten der Umgangsvereinbarungen.

Beide Seiten profitieren

Mit dem Celtis-Gymnasium wurde als Projekt-Seminar „Kind = Kind“ durchgeführt. In festen Lerntandems (Gymnasiast und Grundschulkind) finden hierbei wöchentlich einmal Fördereinheiten statt, die die Jugendlichen planen und organisieren. Ziel ist es, dass die soziale Interaktion gegenseitig Lernprozesse anstößt, wovon beide Seiten profitieren. Der Kinderschutzbund bietet dabei den Jugendlichen fachliche Betreuung und pädagogische Anleitung.

Der Elternkurs „Starke Eltern, starke Kinder“ unterstützt Mütter und Väter bei der Erziehungsarbeit und gibt Hilfe durch theoretische und praktische Informationen für ein vertrauensvolles und entspanntes Zusammenleben mit den Kindern.

Auf Spenden angewiesen

Mitglieder (80), Förderer und Sponsoren verschaffen dem Verband die finanzielle Basis für die Projekte, die allesamt unter dem Oberbegriff „Hilfe zur Selbsthilfe“ stehen. Weil der Kinderschutzbund für alle da ist und nicht nach Bedürftigkeit fragt, gibt es kaum Fördergelder aus städtischen oder staatlichen Töpfen. Gebraucht wird das Geld vor allem für die Miete (Geschäftsstelle), Gehalt (Geschäftsführerin) und Aufwandsentschädigungen (darunter die Fahrtkosten, die bei den Einsätzen der Ehrenamtlichen bis Stadtlauringen und bis ins Werntal anfallen). Auf der Ausgabenseite stehen zudem die Versicherungen und die Schulungen für Ehrenamtliche.

Wer sich für die Mitgliedschaft oder die Mitarbeit interessiert, der wendet sich an die Geschäftsstelle des Kreisverbandes, Graben 18/20, in Schweinfurt, die am Dienstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet hat.

Infos und Kontakt gibt es auch unter www.kinderschutzbund-schweinfurt.de, Info@kinderschutzbund-schweinfurt.de oder Tel. 01 57 54 88 82 73.

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