Schweinfurt

Zwei beeindruckende junge Frauen

Im Anschluss an die Preisverleihung präsentieren sich die Gewinnerinnen mit ihren Urkunden: Alicja Ebert (3. Preis) und Helen Sesterhenn (1. Preis) umrahmt (von links) von  Maria Albert-Wirsching (YWPA-Beauftragte des Clubs), Klemens Alfen (Direktor des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums), Maria Vollmuth (Vize Direktorin AvH), sowie die Präsidentin des Clubs Doris Engelhardt
Foto: Alicja Ebert | Im Anschluss an die Preisverleihung präsentieren sich die Gewinnerinnen mit ihren Urkunden: Alicja Ebert (3. Preis) und Helen Sesterhenn (1.

Der Zonta-Club Bad Kissingen-Schweinfurt hat bei seinem Clubtreffen im September den ersten und dritten Preis des Young Women in Public Affairs Award (YWPA) 2020 übergeben, teilt die Organisation mit. Die Übergabe an die zweite Preisträgerin, Aurelia Scheuring, erfolgte bereits Ende Juli am Celtis Gymnasium, da sie Anfang September in Frankreich ihr freiwilliges soziales Jahr angetreten hatte.  

Der YWPA Award richtet sich an 16- bis 19-jährige Schülerinnen, die sich für die Schulgemeinschaft engagieren und auch außerhalb des schulischen Bereichs ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig sind. Zu den Auswahlkriterien zählen aber auch die Aktivitäten der Bewerberinnen im Umgang mit anderen Kulturen und ihre Fähigkeit, zur Stellung der Frau sowohl im eigenen Land als auch im internationalen Vergleich Position zu beziehen.

Der Award wurde 1998 von ZC Bad Kissingen-Schweinfurt erstmalig ausgelobt und 2020 zum zwölften Mal durchgeführt.  Acht außergewöhnlich engagierte junge Frauen aus der Region Main-Rhön haben sich für den Preis beworben und so entschied die Jury, neben den drei Geldpreisen weitere fünf Anerkennungspreise, Büchergutscheine im Wert von 30 Euro zu vergeben.

Der erste Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 300 Euro, ging an Helen Sesterhenn aus Schweinfurt. Sie engagiert sich vielfältig an ihrer Schule, dem Alexander-von-Humboldt Gymnasium. Dort ist sie unter anderem aktiv im Schulsanitätsdienst, im Vorstand der Oberstufensprecher und organisierte hierbei auch Veranstaltungen, wie den gesamtschulischen Inklusionstag. Außerhalb der Schule ist Helen Sesterhenn bei den Johannitern aktiv und in ihrer Pfarrgemeinde. Als Hausaufgabenbetreuerin an der Albert-Schweitzer-Schule unterstützte sie Grundschulkinder.

Bei "Fridays for Future" aktiv

Ihr besonderes Interesse gilt dem Schutz der Umwelt. Dies zeigte sich durch ihre Mitwirkung beim Projekttag Klima- und Umweltschutz in der Schule und in der Umwelt-AG. Darüber hinaus steht sie für diese Themen ein im Rahmen ihrer Delegiertenfunktion der Ortsgruppe „Fridays for Future“. Besondere Aufmerksamkeit erlangte sie durch die Mitorganisation einer 24-Stunden-Mahnwache und die von ihr moderierte umweltpolitische Podiumsdiskussion mit allen im Stadtrat vertretenen Parteien.

Neben dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement der Preisträgerin überzeugte die Jury ihr Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge, ihre hohe Motivation, Missständen auf allen Ebenen entschlossen entgegenzutreten und mögliche Veränderungen durch ihren persönlichen Einsatz zu bewirken.

Auch die Trägerin des 3. Preises (100 Euro), Alicja Ebert aus Schwebheim, überzeugte die Jury mit ihrem Einsatz in der Schule oder anderen Bereichen des Gemeinwesens.

Interesse an politischer Teilhabe

Sie setzt sich als Jahrgangsstufensprecherin sehr für ihre Mitschüler am Alexander-von-Humboldt Gymnasium ein und will als politisch interessierte Schülerin dieses Interesse für politische Teilhabe auch bei ihren Mitschülern durch verschiedene Aktionen u.a. der „Juniorwahl“ in der Oberstufe parallel zur Europawahl wecken. Ihr umweltpolitisches Interesse konnte sie als Mitbegründerin der Umwelt-AG und im Rahmen ihrer Tätigkeit bei „Fridays for Future“ mit großem Erfolg unter Beweis stellen. Daneben unterstützt Alicja als aktive Tierschützerin das Tierheim in Schwebheim durch verschiedene Hilfstätigkeiten vor Ort.

Einblick in andere Kulturen zu gewinnen liegt ihr auch in ihrer Freizeit sehr am Herzen. So nimmt sie seit 2015 jährlich an einem zweiwöchigen Kulturaustausch zwischen den Partnergemeinden Lohr und Quistreham in Frankreich teil. Inzwischen übernimmt sie zunehmend Aufgaben als Betreuerin und Übersetzerin für jüngere Teilnehmer.

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