WÜRZBURG

300 Menschen demonstrieren für eine gerechtere Asylpolitik

Asyl-Demo in Würzburg       -  Rund 300 Menschen demonstrierten in Würzburg für eine gerechtere Asylpolitik.
Foto: Regine Beyß | Rund 300 Menschen demonstrierten in Würzburg für eine gerechtere Asylpolitik.
Asyl-Demo in Würzburg       -  Die zehn iranischen Flüchtlinge bei der Asyl-Demo am 14. April bei der Zwischenkundgebung am Vierröhrenbrunnen.
Foto: Regine Beyß | Die zehn iranischen Flüchtlinge bei der Asyl-Demo am 14. April bei der Zwischenkundgebung am Vierröhrenbrunnen.
Inzwischen steht ihr Pavillon zwar am unteren Markt. Das hielt die zehn iranischen Asylbewerber, die seit dem 19. März in der Würzburger Innenstadt für ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge kampieren, allerdings nicht davon ab, den Vierröhrenbrunnen am Samstagnachmittag erneut zu erobern.

Gemeinsam mit rund 300 Demonstranten gingen sie für eine gerechtere Asylpolitik auf die Straße. Vom Hauptbahnhof zog der Demozug durch die Innenstadt in Richtung Alter Mainbrücke. Während der Zwischenkundgebung vor dem Rathaus bedankten sich die Iraner lautstark bei ihren Unterstützern. Mit Antifa-Fahnen und Plakaten standen sie auf der Mauer des Vierröhrenbrunnens und stellten erneut klar, dass sie so lange öffentlich demonstrieren wollen bis ihre Forderungen erfüllt werden. „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“, sagte Arash Dosthossein.

Bei der Abschlusskundgebung griff auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Simone Tolle zum Mikrofon und kritisierte die Lebensbedingungen in den bayerischen Gemeinschaftsunterkünften. „Ihr gebt diesem Problem ein Gesicht“, so Tolle. „Ihr bringt es in die Mitte der Stadt, sodass niemand mehr wegsehen kann – und das ist gut so.“ Weiter forderte sie, die Asylverfahren zu beschleunigen, dezentrale Unterbringung zu ermöglichen, den Flüchtlingen ein Recht auf Arbeit zuzugestehen und ihre medizinische Versorgung sicherzustellen.

Jan Bühler von der Piratenpartei, der die Demonstration mitorganisiert hatte, lobte, dass sich so viele Organisationen gemeinsam für eine gerechtere Asylpolitik einsetzen: „Hier geht es um die Sache, nicht um die Partei.“ So nahmen auch Vertreter der Jusos, der so genannten Antira Würzburg, der Roja (Revolutionär organisierte Jugend-Aktion) Nürnberg, der Internationalen Föderation Iranischer Flüchtlinge sowie von Occupy Würzburg an der Demonstration teil. Während der Veranstaltung kamen über 1000 Euro Spenden zusammen. Das Geld soll für zukünftige Anwalts- und Gerichtskosten verwendet werden.

Die Polizei bestätigte, dass die Veranstaltung ohne Zwischenfälle verlief. Einige der Demonstranten aus Nürnberg beklagten allerdings, dass sie schon während der Anreise verstärkt kontrolliert worden waren.

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