Würzburg

Alltagshelden: "Das Tragen der Maske wird zum Automatismus"

Sie sind Helden des Alltags: In einer Serie stellen wir Menschen vor, die das öffentliche Leben aufrecht erhalten. Heute: Samira Schäfer, Altenpflegerin aus Würzburg.
Als Altenpflegerin kümmert sich Samira Schäfer täglich um Patienten aus Risikogruppen.
Foto: Samira Schäfer | Als Altenpflegerin kümmert sich Samira Schäfer täglich um Patienten aus Risikogruppen.

Samira Schäfer arbeitet dort, wo Abstand halten beinahe unmöglich ist. Die 28-Jährige ist examinierte Altenpflegerin für die Sozialstation Soleo in Würzburg. Auch während der Corona-Krise kommt sie täglich zu ihren Patienten nach Hause. Die Pflegefachkraft aus Würzburg betreut und versorgt im Schnitt rund 20 Personen. Schäfer unterstützt Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind oder die auf Grund des Alters oder eines Schlaganfalls Hilfe benötigen. Sie achtet darauf, dass die Patienten Medikamente pünktlich einnehmen, hilft ihnen bei der Körperpflege und begleitet sie bei Arztbesuchen. Auf viele Hygiene-Maßnahmen, wie beispielsweise das Desinfizieren der Autos für Patienten-Fahrten, hat Schäfer bereits vor der Corona-Pandemie geachtet.

Etwas anders sieht es beim Mundschutz aus: "Wir haben jetzt eine Mundschutzpflicht, auch unsere Patienten tragen Schutzmasken. Daran gewöhnt man sich, irgendwann wird das Tragen der Maske zum Automatismus." Eine heikle Situation gab es jedoch zu Beginn der Pandemie: "Zeitweise war es schwierig für uns, an Mundschutzmasken zu kommen, da gab es richtige Engpässe. Zum Glück hatten wir aber einen Vorrat auf Arbeit." Im Durchschnitt sind die Personen, die Schäfer betreut, zwischen 60 und 80 Jahren alt. Doch trotz der erhöhten Gefahr für Risikogruppen ist die Stimmung der Patienten gut.

"Die meisten sind relativ entspannt und machen sich keine Sorgen um eine Ansteckung", berichtet Schäfer. "Sie sehen, dass wir uns an unsere Vorschriften halten. Und viele der älteren, die den Krieg miterlebt haben, sehen das mit dem Virus nicht ganz so dramatisch", erzählt die Altenpflegerin. Vereinzelt gibt es natürlich trotzdem Sorgen, diese kommen dann aber meistens von den jüngeren Patienten. Sie wollen wissen, wie lange die Corona-Pandemie noch dauert: "Die wollen wieder nach draußen."

In unserer Serie "Alltagshelden" stellen wir Menschen aus der Region vor, die täglich ihr Bestes geben, um das öffentliche Leben trotz der Corona-Krise aufrecht zu erhalten. Viele können nicht von Zuhause aus arbeiten und müssen sich deswegen täglich neuen Herausforderungen stellen. Ein großes Dankeschön dafür!

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