SCHLOSS FRANKENBERG

Amtshaus auf Schloss Frankenberg schließt

Restaurant und Café im Amtshaus auf Schloss Frankenberg schließen. Es sei nicht gelungen, den Gastronomiebetrieb wirtschaftlich zu führen, begründet Geschäftsführer Frank Erlenkamp die Entscheidung.
Schlussakkord: Die Zeiten, in denen vor dem Amtshaus auf Schloss Frankenberg musiziert wurde, sind vorbei. Restaurant und Café schließen. Der Gastronomiebetrieb war nicht mehr wirtschaftlich zu führen.Foto: G. Krämer
| Schlussakkord: Die Zeiten, in denen vor dem Amtshaus auf Schloss Frankenberg musiziert wurde, sind vorbei. Restaurant und Café schließen. Der Gastronomiebetrieb war nicht mehr wirtschaftlich zu führen.Foto: G. Krämer

Der Versuch, aus der ehrwürdigen Schlossanlage wieder ein funktionierenden Wirtschaftsbetrieb zu machen, erleidet dadurch einen herben Rückschlag. Das Weingut und der landwirtschaftliche Betrieb sind von der Schließung nicht betroffen.

2008 hatte der Unternehmer Roland Belz Schloss Frankenberg und die angeschlossenen Wirtschaftsbetriebe erworben und rund zehn Millionen Euro in die Sanierung gesteckt. Sein ehrgeiziges Ziel war es, ein Luxushotel in dem alten Gemäuer zu eröffnen. Auch die Meierei, das zum Schloss gehörende Gut, sollte saniert und zu einem Landgasthof ausgebaut werden.

Mit dem überraschenden Tod des engagierten Investors im Februar 2011 fand die aufstrebende Entwicklung der Schlossanlage ein tragisches Ende. Die Witwe und Schlosserbin Irmgard Belz stoppte die Bauarbeiten. Das gesamte Projekt trat in eine wirtschaftlich schwierige Konsolidierungsphase. Im Mai stellte der Gastronomiebetrieb Insolvenzantrag mit dem Ziel, den Betrieb zu restrukturieren.

Was folgte, war ein zunächst verheißungsvoller Neubeginn. Eine neue Firma, die Landrefugium Schloss Frankenberg GmbH & Co. KG, übernahm im August 2011 das Restaurant und das Café. Im September und Oktober, so Geschäftsführer Erlenkamp, folgten die bis dahin umsatzstärksten Monate. Trotzdem habe es nicht gereicht, um kostendeckend zu arbeiten.

Die Schließung von Café und Restaurant sei deshalb der einzige Aufweg geblieben, so der Geschäftsführer. Am meisten schmerze der Verlust der 20 Mitarbeiter, einschließlich der geringfügig Beschäftigten, die den Betrieb unter schwierigen Bedingungen mit großem Engagement aufrecht erhalten hätten.

Das Weingut mit 32 Hektar Weinberg, der Forstbetrieb und die Landwirtschaft bleiben als wirtschaftlicher Kern von Schloss Frankenberg erhalten. Vor allem im Weingut sei die Geschäftsentwicklung positiv, so Frank Erlenkamp. Schlossführungen wird es ebenfalls weiterhin geben und auch die Ferienappartements werden vermietet, künftig allerdings nur noch ohne Frühstück.

Wie es mit dem Gastronomiebetrieb weitergeht, vermag Erlenkamp gegenwärtig nicht zu sagen. Schloss Frankenberg ist weiterhin ein attraktiver Anziehungspunkt für Touristen und Besucher aus dem Umland. Vielleicht findet sich ein Pächter, der Restaurant und Café weiterbetreiben will. Entschieden ist noch nichts, „wir sind nach allen Seiten offen“.

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