Würzburg

Elf Jahre Haft: Urteil im Babymord-Prozess mit eindrucksvollem Zeichen

Das Landgericht Würzburg erwies am Montag bei der Urteilsbegründung dem kleinen Opfer seine Ehre: Der 24-jährige Angeklagte musste dem getöteten Baby ins Gesicht sehen.
Ohne erkennbare Regung sah der Angeklagte im Babymord-Prozess dem Urteil  entgegen. Das Gericht um den Vorsitzenden Claus Barthel verurteilte ihn wegen Totschlages zu elf Jahren Haft.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa | Ohne erkennbare Regung sah der Angeklagte im Babymord-Prozess dem Urteil  entgegen. Das Gericht um den Vorsitzenden Claus Barthel verurteilte ihn wegen Totschlages zu elf Jahren Haft.

Am Ende des viermonatigen Babymord-Prozesses setzte der Vorsitzende Claus Barthel ein Zeichen - mit einer der ungewöhnlichsten Urteilsbegründungen in der Geschichte des Landgerichts Würzburg. Der Richter ließ ein übergroßes Bild vom Gesicht des getöteten Säuglings an der seitlichen Wand des Gerichtssaales zeigen. Das Baby schien mit vorwurfsvollem Blick auf den Angeklagten herunter zu blicken.

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