Gaukönigshofen

Anonyme Urnenbestattung im Rasengrab

Die klassischen Familiengräber werden auf den Friedhöfen immer weniger. Der Trend geht zu anderen Bestattungsformen. In der Gemeinde Gaukönigshofen gibt es in allen fünf Ortsteilen inzwischen die Möglichkeit zu Urnenbestattungen. Nun soll eine neue Form hinzukommen, nämlich anonyme Urnenbestattungen in Rasengräbern.

Sie kommen vor allem aus Gründen des wegfallenden Aufwands in Frage, wenn die Verstorbenen entweder keine Angehörigen haben oder diese weit weg wohnen, so dass sie sich um eine Grabpflege nicht kümmern können. In Wolkshausen und Rittershausen sind solche Bestattungen schon vorgesehen, in Acholshausen wären sie wegen der gegebenen Voraussetzungen leicht möglich. Konkret ging es im Gemeinderat um den Friedhof von Gaukönigshofen.

Einen Entwurf, in den Anregungen aus den Reihen des Gemeinderats eingeflossen sind, legte Landschaftsarchitekt Bernhard Nagl vor. Freie Plätze wären im Friedhof Gaukönigshofen schon vorhanden, erläuterte er. An einer Stelle könnte ein Baum gepflanzt und um diesen herum die anonymen Rasengräber angelegt werden. Dass die neue Bestattungsform eingeführt werden soll, darin war sich der Gemeinderat einig. Diskussionen gab es anfangs, ob sie in allen fünf Ortsteilen sein müsste. Jürgen Kempf würde sie lieber an einer Stelle bündeln. Matthias Düchs möchte sie nur in den Orten, wo sie schon geplant sind. Norbert Roth entgegnete, dass viele Menschen in dem Ort bestattet werden möchten, in dem sie gelebt haben.

Gebühren ein eigenes Thema

Die anonyme Bestattung sei eine gute Idee, weil man dafür nicht einen Friedwald in größerer Entfernung aufsuchen müsste. Auch Esther Pfeuffer sah es als sinnvoll an, wenn anonyme Bestattungen in der Heimat stattfinden könnten. Der Gemeinderat beschloss, die Planungen für Gaukönigshofen aufgrund des Entwurfes anzugehen. Es soll maximal 24 Plätze für anonyme Urnen geben. Die Verwaltung wird beauftragt, die neue Bestattungsform in die Friedhofssatzung aufzunehmen, und zwar für alle Ortsteile. Die Gebühren werden noch ein eigenes Thema.

Für den Hochwasserschutz im Ortsteil Eichelsee, der im Juni dieses Jahres drei Mal nach Wolkenbrüchen überflutet wurde, werden bauliche Maßnahmen getroffen. Konkret ging es die Situation in der Siedlung "Sommerrain". Um möglichst viel Wasser von dort fernzuhalten, werden Rinnen in Wege eingebaut, die Wasser ins Freie oder in ein vorhandenes Rückhaltebecken ableiten. Die Beschaffung des Materials zum Preis von 8163 Euro hat der Gemeinderat beschlossen. Die Bauausführung übernimmt der Gemeindebauhof.

Ein Element des Hochwasserschutzes in Acholshausen ist die erfolgte Generalsanierung der Ortskanäle. Dabei fiel eine Menge Erdaushub an. Dessen Entsorgung wurde an den günstigsten Bieter zum Preis von 34 414 Euro vergeben.

Varianten erproben

Für die Sanierung von rund drei Kilometern Schotterwegen im Gemeindegebiet wurde eine Rechnung von 11 644 Euro genehmigt. Stefan Rettner kritisierte, dass der verwendete Schotter zu grob sei, um den Weg als Radfahrer oder Fußgänger nutzen zu können. Norbert Roth entgegnete, dass die Wege für die Landwirtschaft gebaut wurden und dementsprechend stabil sein müssen. Aber auch Ratsmitglied Jürgen Schimmer, selbst Tiefbaufachmann, befand das Material als grob. Man hätte feineres mit einbauen sollen. Bei weiteren Sanierungsabschnitten sollen nun Varianten erprobt werden.

Abgasabsauganlagen bekommen die Feuerwehrhäuser in Wolkshausen und Acholshausen. Die Kosten betragen je rund 12 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss die Auftragsvergabe grundsätzlich. Allerdings soll die Verwaltung prüfen, ob ein Aufschub möglich ist, bis eine in Vorbereitung befindliche öffentliche Förderung für den Umbau von Feuerwehrhäusern in Kraft ist und ob sie in dem Fall in Anspruch genommen werden könnte.

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