Reichenberg

Auch ohne Sternsinger-Besuche zahlreiche Spenden

Am Dreikönigstag waren die Ministranten in Reichenberg, beim Gottesdienst mit Pfarrer Jerzy Jelonek, als Sternsinger gekleidet.
Foto: Robert Menschick | Am Dreikönigstag waren die Ministranten in Reichenberg, beim Gottesdienst mit Pfarrer Jerzy Jelonek, als Sternsinger gekleidet.

Kinder und Jugendliche durften wegen Corona auch in Reichenberg nicht von Haus zu Haus ziehen. Die Sammelaktion hatte trotzdem Erfolg.

Auch in Reichenberg war das in diesem Jahr kein normaler Dreikönigstag. Die Sternsinger durften wegen der Corona-Pandemie nicht durch die Straßen ziehen, um den Segen des Christkinds in die Häuser zu bringen und um Spenden für Kinderhilfsprojekte in aller Welt zu sammeln. Immerhin erschienen beim Feiertagsgottesdienst mit Pfarrer Dr. Jerzy Jelonek die Ministranten als Sternsinger.

Häuser und Wohnungen selber segnen

Gemeinsam mit Gemeindeassistentin Laura Heinrich erläuterten sie den Besuchern, dass das Beispielland der diesjährigen Sternsingeraktion die Ukraine ist. Dort gibt es nicht nur mehr Armut als bei uns, viele Kinder leiden in diesem osteuropäischen Land auch darunter, dass ihre Eltern weite Teile des Jahres nicht bei ihnen sind, weil sie im Ausland arbeiten müssen, um die Familien zu ernähren.

Zum Ende des Gottesdienstes gaben viele großzügig ihre Sternsinger-Spenden und nahmen Aufkleber und Kreide mit nach Hause, um ihre Häuser und Wohnungen selbst zu segnen. Auch in den nächsten Tagen werden in der Reichenberger Kirche am Unteren Weinberg noch Tütchen mit den Segensutensilien zum Mitnehmen aufliegen. Spenden können auch weiterhin im Opferstock und im Pfarrbüro abgegeben werden.

Die örtlichen Sternsinger-Organisatoren ließen sich aber noch mehr einfallen, um die Aktion trotz Corona zu einem Erfolg werden zu lassen: Zahlreiche Reichenberger konnten am Tag nach dem Feiertag den Spendenstand in der Bahnhofstraße nutzen, um für die gute Sache zu geben und um die Sternsinger-Utensilien mit nach Hause zu nehmen.

Verse für die Seele

Die Sternsinger sprachen mit ihren Versen, die sie in der Kirche vortrugen, vielen aus der Seele: „Mit Abstand das Beste, auch in diesem Jahr / sind Kinder wie wir, ist die Sternsingerschar. / Auf ganz ungewöhnlichen Wegen / kommt zu Euch heute der Segen. / So kann jeder sehen: Ihr seid nicht allein, /  Gott wird alle Tag des Jahres bei Euch sein. / Uns leitet der Stern; ihr seht ihn auch hier. /  Schreibt ihn mit dem Segen an Eure Tür. / Und helft uns, zu helfen den Kindern der Welt, / dass ihnen das Leben ein Stück leichter fällt. / Spart nicht mit Euren Spenden und Gaben, / für die Kinder, die es am Nötigsten haben. / Für alles habt Dank, ganz besonders dies Jahr, / das für viele Menschen beängstigend war. / Es grüßt ganz herzlich die Sternsingerschar; / wir kommen gern wieder im nächsten Jahr.“

Eine Sammelbüchse der Reichenberger Sternsinger wird den ganzen Januar noch im Karibuni-Lädchen für Spendenwillige bereit stehen.

Von: Robert Menschick, für die katholische Kirchengemeinde Reichenberg

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