Oberickelsheim

Auf dem Gmeeweg wird es sportlich

Das neue Freizeitgelände am See in Geißlingen soll noch mit Tisch, Stühlen und Outdoor-Tischtennisplatte ausgestattet werden. Nicht verwirklicht wird vorerst das Projekt 'Haus am See'.
Foto: Gerhard Krämer | Das neue Freizeitgelände am See in Geißlingen soll noch mit Tisch, Stühlen und Outdoor-Tischtennisplatte ausgestattet werden. Nicht verwirklicht wird vorerst das Projekt "Haus am See".

Mit gleich vier Projekten bewirbt sich die Gemeinde Oberickelsheim um eine Förderung über das Regionalbudget. Dabei sticht eines besonders hervor: der Gmeeweg. Bei diesem handelt es sich um eine Idee eines sportlichen Wegs, der die Ortsteile Geißlingen, Oberickelsheim und Rodheim (GOR) verbindet.

Die Gemeinderäte hatten sich Gedanken über mögliche Projekte gemacht, die auch innerhalb eines halben Jahres zu verwirklichen sind. Denn diese sportliche Hürde verlangt das Regionalbudget, für das innerhalb der Kommunalen Allianz A7 Franken West 100 000 Euro zur Verfügung stehen. Der Fördersatz beträgt einheitlich 80 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens aber 10 000 Euro. Hinter den Projekten stehen die Gemeinde und Vereine.

Der Gmeeweg ist ein Projekt für alle drei Ortsteile. GOR wurde die Idee, die aus der Zeit der Dorferneuerung stammt, genannt. Die Buchstaben stehen für die drei Ortsteile, sind aber auch die Abkürzung für Geh- oder Radweg. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Michael Pfanzer auf etwa 11 800 Euro.

Bürgermeister Michael Pfanzer hat die möglichen Wegstrecken alle selbst geprüft. Die ausgewählten Wege in der Flur zwischen den drei Ortsteilen sind befestigt beziehungsweise geschottert. In den drei Ortsteilen und vorerst nur an zwei Stellen in der Flur sollen Sportgeräte stehen. Dazu hat sich Michael Pfanzer Plätze in Röttingen, Acholzhausen und Kitzingen angeschaut, an denen Sportgeräte unterschiedlicher Machart stehen.

"Mit dem Regionalbudget soll ein Einstieg gemacht werden", sagte Pfanzer. Ihm schwebt vor, den Weg dann in der Zukunft zu erweitern – mit Geräten oder der Anbindung von weiteren Punkten in der Flur. So könnten Schleifen zum Allianzgarten bei Rodheim oder zum Ickbach führen.

Stilisiertes Dreieck

Pfanzer stellte dem Ratsgremium zudem verschiedene Logo-Entwürfe vor. Letztlich einige man sich auf ein stilisiertes Dreieck, das im Inneren einen Läufer zeigt und mit den Namen der Ortsteile versehen ist. An den Außenseiten des Dreiecks sollen die Begriffe Bewegung, Begegnung und Gmeeweg stehen.

Neben dem Gemeinschaftsprojekt bemüht man sich aber auch um die Förderung von Projekten in den jeweiligen Ortsteilen. In Oberickelsheim soll laut Gemeinderat Philipp Schumann am Grillplatz eine Grillhütte errichtet werden. Kosten: rund 17 000 Euro. In Rodheim möchte man am Bürgertreff einen Pavillion aus Holz errichten. Ratsmitglied Manfred Groll rechnet mit 14 500 Euro an Materialkosten.

Am See in Geißlingen ist mittlerweile ein kleines Freizeitgelände entstanden, um das sich das See-Team kümmert. Karina Stadelmann hätte hier gerne noch einen Klapptisch und Stapelstühle, Gemeinderat Georg Dopf eine Outdoor-Tischtennisplatte. Beide Wünsche sind mit rund 4000 Euro zu verwirklichen.

Der Wunsch von Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Scherer, ein altes Fachwerkhaus, das in Kürze abgerissen wird, in Teilen zu erhalten und am Geißlinger See als "Haus am See" wieder aufzubauen, hielten zwar alle für eine tolle Idee, viele zweifelten aber, ob sich dies in so kurzer Zeit realisieren ließe. Zumal Georg Dopf den Standort am See für nicht geeignet hielt, weil es dem Areal die Weite nehme und das Gebäude auch nicht die passende Größe für Veranstaltungen habe.

Stück Dorfgeschichte

Laut Scherer sollte der Fachwerkgiebel und ein Teilstück von etwa zwölf Metern einer ansonsten 17,8 Meter langen Seitenwand erhalten werden, da das Fachwerkhaus über 200 Jahre alt und ein Stück Dorfgeschichte sei. Die beiden anderen Seiten sollten aus einer Konstruktion aus Holz und Stahl bestehen, wobei die Seeseite offenbleiben sollte.

Jetzt sollen beim Abriss die entsprechenden Gebäudeteile geborgen und eingelagert werden. Klären will man, welche anderen Förderungen für so ein Projekt möglich sind. Hier kam die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Steigerwald ins Gespräch. Problem: Oberickelsheim ist noch kein Mitglied.

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