Frickenhausen

Bald gefahrlos am Main entlang

Freie Fahrt für die BR-Radltour: 2015 macht sie in Volkach Station.
Foto: Gerhard Meißner | Freie Fahrt für die BR-Radltour: 2015 macht sie in Volkach Station.

Nachdem die Verhandlungen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt abgeschlossen sind und der Frickenhäuser Gemeinderat den Planungen zugestimmt hat, steht dem Bau eines Radwegs von Segnitz nach Frickenhausen nichts mehr im Wege. Ende September sollen es an der 4,5 Kilometer langen Strecke losgehen.

Finanziert wird der Radweg vom Freistaat. Und dass er kein übertriebener Luxus ist, davon konnte sich der zuständige Innenminister Joachim Herrmann unlängst persönlich überzeugen. Das letzte Etappenstück der BR-Radltour von Iphofen nach Würzburg begleitete der Minister im Fahrradsattel – auch entlang des Teilstücks auf der Staatsstraße 2270, das in den offiziellen Radkarten bislang noch als besonders gefährliche Strecke gebrandmarkt ist.

Erst am Freitagmorgen war ein 52-jähriger Fahrradfahrer auf dem Weg von Segnitz in Richtung Frickenhausen gestürzt. Er war von der Straße nach rechts in den Grünstreifen abgekommen. Er hatte Glück und wurde dabei nur leicht am Fuß verletzt, wie die Polizei berichtet.

Jahrelang hatte sich die finanzschwache Gemeinde Frickenhausen um eine bezahlbare Lösung bemüht, bis ein Sonderprogramm des Freistaats für den Bau von Radwegen an Staatsstraßen im vergangenen Jahr den Ausweg brachte. Die geschätzten Kosten von 650 000 Euro für die rund 4,5 Kilometer lange Strecke übernimmt der Staat nun voll.

Beim Staatlichen Bauamt in Würzburg wird derzeit die Ausschreibung vorbereitet, teilt der zuständige Abteilungsleiter Matthias Geitz mit. Baubeginn ist vermutlich Ende September. Vielleicht noch in diesem Jahr, auf jeden Fall vor Beginn der Radlsaison im nächsten Frühjahr soll der Radweg fertig sein.

Er führt von Segnitz am Mainufer und der Staustufe entlang und von dort zwischen Altwasser und Staatsstraße bis zum Frickenhäuser Kindergarten. Lange verhandeln musste das Bauamt mit der Bundeswasserstraßenverwaltung über die Trassenführung. Der Uferbereich gilt als wertvoller Retensionsraum für den Main, auf dem Flächenversiegelung nur in Ausnahmefällen zugelassen wird.

In einem zweiten Bauabschnitt soll der Radweg später von Frickenhausen bis nach Ochsenfurt weitergeführt werden. Schwierige Verhandlungen über den Grunderwerb stehen dem Staatlichen Bauamt hier vermutlich bevor. Unter anderem tangiert die geplante Trasse den Campingplatz in Frickenhausen und den Parkplatz des Ochsenfurter Maininselbads. Im Herbst will das Staatliche Bauamt mit den Vorplanungen beginnen und in erste Gespräche mit den Grundbesitzern eintreten.

Der Radweg soll im Bereich der Neuen Mainbrücke an den Maintal-Radweg in Richtung Würzburg angeschlossen werden – nachdem die Mainbrücke erneuert wurde. Frühestens 2018 wird dies der Fall sein. Bis dahin ist aller Voraussicht nach auch die Entscheidung über den Ausbau der Staatsstraße zwischen Sulzfeld und Segnitz gefallen. In deren Verlauf soll ebenfalls ein Radweg entstehen, der an die Strecke nach Frickenhausen anschließt. Uneins sind sich die Planer mit der Gemeinde Sulzfeld noch über den Verlauf der Trasse.

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