Würzburg

Bayerisches Impfportal: Hürden für Senioren bleiben bestehen

Die Anmeldung zum Impfen gegen Corona fällt vielen Senioren erkennbar schwer. Doch die von Gesundheitsminister Holetschek versprochenen Verbesserungen lassen auf sich warten.
Das Impfportal des Freistaats Bayern stellt für viele Senioren weiterhin eine große Hürde dar.
Foto: Isolde Krapf | Das Impfportal des Freistaats Bayern stellt für viele Senioren weiterhin eine große Hürde dar.

Nach wie vor steht in Bayern zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um wenigstens die besonders gefährdeten älteren Menschen zeitnah gegen Corona zu immunisieren. Für diesen Mangel kann die Staatsregierung nichts. Die viel beklagten Hürden bei der Registrierung im Impfportal aber sollten rasch abgebaut werden, hatte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) versprochen. Da aber hat sich nach Ansicht der Grünen im Landtag zu wenig getan. Impfwillige würden so demotiviert, klagt unter anderem die Abgeordnete Kerstin Celina aus Kürnach (Lkr. Würzburg).

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Die Grünen kritisieren in einer Pressemitteilung, dass weiterhin jeder, der sich im Portal anmelden will, eine eigene E-Mail-Adresse braucht. Dies widerspreche der Lebenswirklichkeit vieler Senioren. Holetschek, der Verbesserungen in Aussicht gestellt hatte, äußerte in einem Schreiben an die Oppositionspartei, eine Abkehr von der E-Mail-Adresse als Identifikationsfaktor bedeute eine umfangreiche Systemänderung, die derzeit "nicht möglich scheint". Für "mittelfristige Anpassungen" wolle man den Vorschlag der Grünen aber prüfen, die Identifikation mit der Personalausweisnummer zu ermöglichen.

Der Minister versichert weiter, dass für ältere Menschen die Kapazitäten ausgebaut werden, sich telefonisch für die Impfungen zu registrieren. Immer wieder hatten Senioren über stundenlang belegte Hotlines in den Impfzentren geklagt.

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Weiter kündigt Holetschek gegenüber den Grünen an, die Registrierung im Portal auch in Fremdsprachen und mit Hilfe eines Gebärdensprachtelefons möglich zu machen. Für Sozialexpertin Celina geht all dies zu "schleppend" voran. Schließlich habe die CSU allen Bayern Barrierefreiheit versprochen.  

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