Würzburg

Beliebtes Franken

Was wir Einheimische schon immer wussten, hat sich längst auch bei Fremden rumgesprochen: Franken ist attraktiv. Entsprechend beliebt ist die Region zwischen Altmühltal, Fränkischem Weinland und Rhön als Urlaubsziel. 20,8 Millionen Übernachtungen zählte der Tourismusverband Franken im Vorjahr, das sind 3,2 Prozent mehr als noch 2014. Unter den ausländischen Gästen stieg die Zahl der Übernachtungen sogar um 5,3 Prozent auf 3,2 Millionen.

Die Zahlen gab Joachim Herrmann in Nürnberg bekannt. Der Innenminister betonte vor allem die Bedeutung des Städtetourismus. Die gefragtesten Großkommunen in Franken sind Nürnberg mit drei Millionen (plus 6,7 Prozent), Würzburg mit knapp 900 000 (plus vier) und Bamberg mit 600 000 (plus 12,1) Übernachtungen. Gleich um 18,7 Prozent – auf 215 000 – stieg die Zahl der Übernachtungen in Schweinfurt.

Touristen und andere Übernachtungsgäste sind immer auch ein Wirtschaftsfaktor. Rund 8,9 Milliarden Euro setzen sie pro Jahr in Franken um, der Großteil fließt in die Gastronomie. Zum Erfolgskonzept gehören laut Herrmann auch durchdachte Werbekampagnen. Heuer, im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebots, gilt ein Schwerpunkt unter dem Motto „Franken – Heimat der Biere“, touristischen Angeboten rund um den Gerstensaft.

Beworben im ganzen Frankenland wird auch das Friedrich-Rückert-Jahr. Der Schriftsteller und Orientalist ist 1788 in Schweinfurt geboren, er starb vor 150 Jahren in Coburg. Großen Zuspruch erwartet man sich auch von der Landesgartenschau, die dieses Jahr in Bayreuth stattfindet.

Zurück zu den Zahlen: Unter den 14 fränkischen Tourismusgebieten liegt die Städteregion Nürnberg mit 3,9 Millionen Übernachtungen (plus 4,8 Prozent) vorn, dicht gefolgt von der Rhön mit 2,9 Millionen (plus 0,8 Prozent) und dem Fränkischen Weinland mit 2,3 Millionen Übernachtungen (plus 6,2). Weitere Auszüge aus der Statistik: Steigerwald 1,8 Millionen Übernachtungen (plus 4,6 Prozent); Spessart-Mainland 1,3 Millionen (plus 6,1); Fränkische Schweiz 950 000 (plus 1,4); Frankenwald 770 000 (minus 0,3); Haßberge 320 000 (plus 2,6).

Weiter wachsender Beliebtheit erfreut sich Franken bei den Niederländern. Sie führen die Übernachtungsstatistik der ausländischen Gäste mit deutlichem Abstand vor den Amerikanern an (siehe Grafik). Einen regelrechten Einbruch gibt es bei Touristen aus Russland. Um fast 40 Prozent ging das Interesse an Franken zurück. Auch die Japaner werden weniger, dafür aber boomt Franken in China, Südkorea und Taiwan.

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