Gollhofen

Besserer Schutz vor künftigem Hochwasser

Beim Hochwasser am 9. Juli leisteten die Feuerwehren professionelle Arbeit. Doch wie kann der Ort besser vor Hochwasser geschützt werden? In Gollhofen war unter anderem die Firma Candido betroffen.
Foto: Gemeinde Gollhofen | Beim Hochwasser am 9. Juli leisteten die Feuerwehren professionelle Arbeit. Doch wie kann der Ort besser vor Hochwasser geschützt werden? In Gollhofen war unter anderem die Firma Candido betroffen.

Vor der Gemeinderatssitzung trafen sich Gollhofens Bürgermeister Heinrich Klein und Mitglieder des Gemeinderats mit vom Hochwasser betroffenen Anliegern in der Herrnberchtheimer Straße. Dort hatte der Holzbach die Überschwemmungen gebracht, in Gollachostheim war es die Gollach.

"Wie können wir die beiden Ortsteile künftig besser schützen?", lautete die drängende Frage, deren Beantwortung aber noch eine Zeit dauern wird. "Das Wasser kam sehr stark", sagte Bürgermeister Heinrich Klein gegenüber dieser Zeitung. In Gollhofen sei der kleine Holzbach zu einem Strom angeschwollen, der die Flut von Osten aus Richtung Geckenheim nach Gollhofen gebracht hat. Betroffen gewesen seien die Stoffelsmühle, das Gelände der Firma Candido und die an der Herrnberchtheimer Straße angrenzenden Wiesen.

"Wir müssen versuchen, dass Wasser weiter draußen zurückzuhalten"

Diskutiert wurde über einen Bypass, einen größeren Brückendurchfluss und über das Putzen von Gräben. "Wir müssen versuchen, dass Wasser weiter draußen zurückzuhalten", erklärte Klein. Vorstellen könnte er sich dies bei den Wiesen östlich der Bahnlinie. Dort könnte man vielleicht ein Rückhaltevolumen schaffen, das Gelände danach aber weiter als Wiese nutzen, lauteten die Überlegungen. Über die wolle man mit den Eigentümern reden.

In Gollachostheim hatte die Gollach die Probleme verursacht. Allerdings auch der Starkregen. Das Wasser lief über die Hänge Richtung Dorf. Bei der Diskussion ging es um das Anlegen von Schutzstreifen, eine Querbewirtschaftung zum Hang oder um Gräben, die das Wasser weg vom Dorf leiten.

Weil in den Dörfern immer wenigere Silosäcke zur Verfügung stehen, da es immer weniger Viehhalter gibt, muss die Gemeinde sich selbst um Sandsäcke kümmern.
Foto: Gemeinde Gollhofen | Weil in den Dörfern immer wenigere Silosäcke zur Verfügung stehen, da es immer weniger Viehhalter gibt, muss die Gemeinde sich selbst um Sandsäcke kümmern.

In den Dörfern stehen immer wenigere Silosäcke zur Verfügung, da die Zahl der Viehhalter abgenommen hat. Die Gemeinde muss sich nun selbst umschauen und Sandsäcke besorgen, um Gollhofen und Gollachostheim durch Sandsackbarrieren besser schützen zu können.

An diesem 9. Juli, als das Wasser kam, hatten die Feuerwehren in Gollhofen und Gollachostheim alle Hände voll zu tun. Aber nicht nur die seien im Einsatz gewesen und hätten äußerst professionell geholfen. Klein danke den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Weigenheim, Reusch und Oberickelsheim, die in Gollhofen mitgeholfen hätten.

Offizieller Antrag zur "Umfassenden Dorferneuerung"

In der Gemeinderatssitzung dann im Rathaus stellte der Rat per Beschluss den offiziellen Antrag der Gemeinde zur "Umfassenden Dorferneuerung". Drei Arbeitskreise hatten sich die vergangenen Jahre intensiv mit der Verschönerung des Ortsbildes, der Innenentwicklung, der Ortsdurchfahrt und dem Dorfleben beschäftigt und viele Ideen dazu entwickelt.

Klein gab bekannt, dass die Gärten, Äcker und Wiesen der Gemeinde alle wieder verpachtet sind. Für die Kinder wird es in den Sommerferien ein Programm geben. Geplant seien jede Woche zwei Aktionen. Abhängig sei aber alles von den aktuellen Corona-Vorgaben.

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