Würzburg

Bewegte Zeiten: Fußball, Leichtathletik, Pirschjagd

Der diesjährige Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist gestartet. Thema ist heuer  'Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft!'. Im Schloss Mespelbrunn lässt sich zum Beispiel die Geschichte der Pirschjagd erforschen. 
Foto: ArchivChristine Jeske | Der diesjährige Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist gestartet. Thema ist heuer  "Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft!".

Zum 27. Mal seit 1973 ruft der Bundespräsident Schülerinnen und Schüler auf, forschend aus der Lokal- und Familiengeschichte zu lernen. Jetzt haben die jungen Geschichtsforscherinnen und -forscher aller Schularten bis zum 28. Februar 2021 Zeit, in Archiven, Museen, Gemeinden und Familien historische Quellen zu sammeln und in einem Beitrag auszuwerten. Das Thema? "Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft!". Darüber informiert der Koordinator für Unterfranken des Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, Jörg Nellen, in einer Pressemitteilung.

Unterfranken ist voller spannender historischer Überreste, Urkunden und Erzählungen, wie Sport uns alle geprägt hat, so Koordinator Nellen in der Pressemitteilung. In Schweinfurt kann man demnach der Biografie des Fußball-Nationalspielers Ander Kupfer nachgehen (Nachlass im Stadtarchiv Schweinfurt), in Würzburg kann man Leichtathletik vor 2500 Jahren mit heute vergleichen (attische Gefäße der Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums). Der Würzburger Heimatforscher und Stadtrat Willi Dürrnagel hat 225 gedruckte Quellen in seinem Archiv, die zeigen, wie Sport die Gesellschaft der Stadt bewegte. In Ebern lebte der seinerzeit er mit 80 Jahren älteste Geräteturner Deutschlands, der Gärtnermeister Heinrich Schmitt (Heimatmuseum Ebern). Themen von überregionalem Interesse sind mit Unterfranken verbunden: Im Schloss Mespelbrunn im Spessart lässt sich die Geschichte der Pirschjagd erforschen. in Aschaffenburg die Geschichte des Deutschen Meisters im Steinstoßen und Speerwerfen, Thomas Dorsch. Aus Würzburg kam Carl Diem, der Erfinder der Reichsjugendspiele, die in der Bundesrepublik zu den Bundesjugendspielen wurden.

Ziel des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten ist es, junge Forschende nach einer Untersuchung historischer Quellen zu einer eigenständigen, begründeten kritischen Werthaltung gegenüber unserer Gegenwart zu ermächtigen. Das macht die Jugendlichen stark gegen Vereinfachungen, Verführungen und Vorverurteilungen, die heute besonders aus dem Internet drohen.

Für Lehrkräfte, die lehrplankonform und kompetenzorientiert arbeiten, gibt es am 23.09.2020 von 14 bis 16.30 Uhr eine Fortbildung in Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg (Diözesarchiv) zu Themen, Methoden und Erfolgskriterien des Geschichtswettbewerbs in Unterfranken: Information und Anmeldung bei Jörg Nellen, Regionalkoordinator, joerg.nellen@gmx.de

Weitere Informationen zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten finden sich unter www.geschichtswettbewerb.de. Das Wettbewerbsmagazin "spurensuchen" sowie das Schülerprojektheft kann – einzeln oder im Klassensatz – unter gw@koerber-stiftung.de bestellt werden.

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