Würzburg

Bischof will neue pastoralen Räume bis Ende 2020 beschließen

Würzburgs Bischof Franz Jung hält an der Zahl von 40 Einheiten fest. Dies sagte er den Diözesanräten. Jung sprach dabei auch Fehler an, die vor seiner Zeit gemacht wurden.
Der Würzburger Bischof Franz Jung äußerte sich über die geplante Neustrukturierung des Bistums. 
Foto: Daniel Peter | Der Würzburger Bischof Franz Jung äußerte sich über die geplante Neustrukturierung des Bistums. 

Bischof Franz Jung hat sich näher zur Neustrukturierung des Bistums geäußert. Laut einer Mitteilung des Bistums sagte Jung auf der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats, dass die Zahl der geplanten pastoralen Räume bei 40 bleiben würde. Diese Zahl und generell die strukturellen Veränderungen wurde bereits unter seinem Vorgänger Bischof Hofmann lange und auch kontrovers diskutiert.

Das Modell von "XXXL-Pfarreien wie in Trier und Hamburg" sei für das Bistum Würzburg keine geeignete Lösung. Das sei eine Erkenntnis seiner bisherigen Besuche in mehr als der Hälfte der Dekanate, erklärte der Bischof bei seinem ersten Besuch des Laiengremiums.

Bischof will verschiedene Gremien zu Rate ziehen

Mit der Zahl 40 sei aber keine Vorentscheidung für die Innengestaltung dieser Einheiten getroffen, so Bischof Jung. Wichtig sei, dass die künftigen Einheiten einen Sinn ergeben. Es sollen unter anderen Standards für Liturgie, Glaubensverkündigung und karitative Arbeit festgeschrieben werden. Der Bischof werde, ehe er die neuen Räume Ende 2020 beschließen werde, für die anstehenden Entscheidungen verschiedene Gremien zu Rate ziehen: Diözesanpastoralrat, Priesterrat und Diözesanrat.

Bischof Franz Jung habe gegenüber den Diözesanräten von einigen Fehlern gesprochen, die bei der Schaffung der Pfarreiengemeinschaften gemacht worden seien. Zugleich habe er davor gewarnt, diese Fehler zu wiederholen. So seien Pfarreiengemeinschaften zwar flächendeckend formal errichtet worden, es gebe aber keine Überprüfung, ob die einzelne Pfarreiengemeinschaft wirklich also solche arbeite. Auch fehle bei der Namensgebung eine klare Systematik.

Bischof: "Dinge, die nicht mehr tragen, heißt es aufzugeben."

Eigentlich wollte Bischof Friedhelm Hofmann vor seiner Emeritierung im September 2017 eine fertige Strukturreform vorlegen. Doch bereits im Januar 2017 teilte er in einem Brief an alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Diözese und in den Gemeinden mit, das er den Weg der Veränderung und die Zahl der "Lebensräume" in der Diözese seinem Nachfolger überlassen müsse. Und dieser betonte nun, das es wichtig sei, nicht einfach das Bisherige im vergrößerten Maßstab fortzusetzen. "Wir müssen uns fragen, wie Kirche sich aufstellen muss, um heute in die Gesellschaft hinein zu wirken." Bischof Franz Jung betonte: "Dinge, die nicht mehr tragen, aber viele Kräfte binden, heißt es aufzugeben." Zudem könne das Bistum nicht alles auffangen, was ehrenamtlich nicht mehr vor Ort geleistet werden kann.

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