Eisingen

Bundeswehr und Hilfsdienste im St. Josef-Stift im Einsatz

Bündeln alle Kräfte, um das Corona-Infektionsgeschehen im St. Josefs-Stift Eisingen bestmöglich zu bewältigen: Andreas Ullherr, pädagogischer Leiter Wohnen des St. Josef-Stifts, Hausarzt Dr. Gabriel Schober, Bürgermeisterin Ursula Engert und Landrat Thomas Eberth (von links).
Foto: DagmarHofmann | Bündeln alle Kräfte, um das Corona-Infektionsgeschehen im St. Josefs-Stift Eisingen bestmöglich zu bewältigen: Andreas Ullherr, pädagogischer Leiter Wohnen des St. Josef-Stifts, Hausarzt Dr.

Aufgrund des Corona-Infektionsgeschehen ist das St. Josefs-Stift Eisingen im Fokus der Öffentlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Daher habe sich Landrat Thomas Eberth gemeinsam mit Bürgermeisterin Ursula Englert vor Ort über die aktuelle Lage ein Bild gemacht. Im Moment sind dort 34 der betreuten Personen, zwei Werkstattbesucher sowie 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Drei der erkrankten betreuten Personen werden derzeit stationär in einer Würzburger Klinik behandelt.

Die Geschäftsleitung der Einrichtung hatte am Wochenende die Führungsgruppe Katastrophenschutz Würzburg-Land (FüGK) dringend um Hilfeleistungen ersucht. In enger Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen BRK, Johanniter und Malteser Hilfsdienst, der Bundeswehr sowie der Uniklinik Würzburg konnte ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt werden, heißt es weiter:

• Zur Unterstützung der Ärzte bei der medizinischen Versorgung in der heilpädagogischen Einrichtung wurden aus den Reihen der Hilfsorganisationen die angeforderten vier Personen im Schichtdienst gestellt.

• Mehrmals pro Woche werden Bewohner und Mitarbeiter durch die Einrichtung mit Antigen-Schnelltests getestet, unterstützt durch Kräfte der Bundeswehr und koordiniert durch das Testmanagement am Landratsamt. Ebenso wurden bisher bei drei Testterminen mit PCR-Tests insgesamt 1500 Personen an der mobilen Teststrecke der Regierung von Unterfranken abgestrichen.

• Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung durch Dr. Gabriel Schober, Dr. Ullrich Hübner und Dr. Mathias Finger.

• Lieferung von Schutzmasken sowie Persönlicher Schutzausrüstung für das gesamte Personal der Einrichtung sowie die zusätzlich eingesetzten Kräfte.

• Organisation und Lieferung von Infusionsständern aus den Beständen der Uniklinik Würzburg.

• Der Kontakt zum vom Freistaat Bayern eingerichteten Pflegepool wurde hergestellt, bei dem sich freiwillige Helfer melden können.

Andreas Ullherr, pädagogischer Leiter Wohnen des St. Josefs-Stifts, machte bei dem Termin deutlich, dass sich zwischenzeitlich ein erweiterter Hilfebedarf ergeben hat: „Wir arbeiten hier seit Beginn des Infektionsgeschehens wirklich am Limit und sind nun auf externe Hilfe angewiesen.“

Als konkreten Auftrag für die FüGK nahm Eberth mit, dass nunmehr ab sofort acht Sanitätskräfte der Hilfsorganisationen gebraucht werden, sowie ein Einsatzleiter. BRK, Johanniter, Malteser und DLRG stellen diese Einsatzkräfte aus ihren Reihen. „Die Unterstützung durch die Hilfsdienste wird von den betroffenen Wohngruppen als deutliche Entlastung wahrgenommen und ist daher enorm wichtig“, so Andreas Ullherr. Darüber hinaus wurden Sanitätssoldaten der Bundeswehr zur Unterstützung im St. Josefs-Stift beantragt, zwei Soldaten sollen in der Verwaltung eingesetzt werden.

Abschließend sagte der Landrat: "Vom St. Josefs-Stift geht keine Gefährdung für die Bevölkerung aus, es besteht für die Bürger im Ort kein Anlass zu gesteigerten Ängsten oder gar Hysterie."

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