Würzburg

„Carolin No“: Auch ohne Hitparade in der Erfolgsspur

Das verheiratete Musiker-Paar Carolin Obieglo und Andreas Obieglo sind das Singer/Songwriter-Duo „Carolin No“. Foto: Martin Harth
| Das verheiratete Musiker-Paar Carolin Obieglo und Andreas Obieglo sind das Singer/Songwriter-Duo „Carolin No“. Foto: Martin Harth

Das Würzburger Pop-Duo Carolin No hat sich vor kurzem einen Wunsch erfüllen können, von dem viele (berühmtere) Kollegen nur träumen: Beim Eröffnungskonzert des diesjährigen Hafensommers konnten sie ihre Songs mit dem Philharmonischen Orchester Würzburger auf der im Main schwimmenden Bühne aufführen. 1200 Besucher auf der bis auf den letzten Platz besetzten Hafentreppe jubelten dem Duo Caro und Andreas Obieglo und dem Orchester begeistert zu. 7000 hatten sich für die begehrten Tickets beworben, die von der Sparda Bank und der Stadt Würzburg verlost wurden.

Viele Popmusiker sind in der Vergangenheit daran gescheitert, ihre Stücke mit einem großen Orchester live auf der Bühne zu spielen oder auf einem Tonträger zu veröffentlichen. Meist lag es daran, dass das Orchester nur dazu diente, den Sound der Stücke voluminös aufzublasen anstatt Eigenes dazu beigetragen. In diese Falle sind Carolin No und das Würzburger Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso nicht getappt. Im Gegenteil.

Mit Yannik Helm (Mainfranken Theater) und Felix Wiegand (Bassist in der Carolin-No-Band) standen ihnen zwei erfahrene und Kompetente Arrangeure zur Verfügung, so dass das Duo und das Orchester nicht nebeneinander herspielten, sondern sich gegenseitig ergänzten.

Ein neues Klanggewand

So ging die Rechnung voll und ganz auf, schließlich wussten auch die Obieglos – beide sind Absolventen der Würzburger Musikhochschule – genau, was ihren Songs dienlich ist. So bekamen alle zehn Songs (das Repertoire reichte von Loveland und Year of November bis zu Sick of Home Blues und Ehrlich gesagt) ein neues Klanggewand, das ihnen nahtlos und wie angegossen stand. So konnte der Eindruck entstehen, die Carolin No-Songs hätten schon lange nach einem Orchester gerufen. Das spürten wohl auch die Zuhörer, denn sie ließen Carolin No erst nach mehreren Zugaben von der Bühne. Und der Hafensommer hatte einen in jeder Hinsicht gelungenen Start in seine elfte Spielzeit. Es gibt aber noch weitere Neuigkeiten aus dem Hause von Caolin No zu vermelden. Ihre Fans kennen das neue Album „You and I“ bereits, denn sie konnten es exklusiv im Internet vorbestellen. In die Plattenläden kommt die CD jetzt am 1. September.

Als Vorbote des elfjährigen Bandjubiläums, das im nächsten Jahr gefeiert wird, bietet die CD bekannte Songs, die neu arrangiert und aufgenommen worden sind. Sozusagen als Gegenpol zum Orchesterprojekt sind die Lieder hier sparsam und rein akustisch arrangiert, was ihnen aber ebenso gut steht wie das große Format. „You and I“ beinhaltet ein Best-of-Programm voller Überraschungen. Und wie gewohnt sind die Songs nicht eine stilistische Schublade einzuordnen. Typisch Carolin No eben. Mit „Lovesong“ hat es schon einmal ein Carolin No-Song in ein Buch geschafft, und zwar in ein bayerisches Schulbuch für den Deutsch-Unterricht in den neunten Klassen der Realschulen. Jetzt sind es gleich 16 Lieder, die für ein Buchprojekt herangezogen wurden. „Was glaubst du?“ heißt der Band, der Anfang Oktober im Kösel Verlag erscheinen wird und dem eine CD mit Carolin No-Songs beigefügt sein wird. Zwei Jahre haben die beiden Musiker dafür mit dem Autor und Religionspädagogen Rainer Oberthür zusammengearbeitet, der in vielen Songs Anknüpfungspunkte zu seinem Thema entdeckte.

Die großen Fragen in der Welt

Rainer Oberthür, so heißt es in der Verlagsankündigung, schreibt persönliche Antworten auf 20 erdachte, aber authentisch formulierte Briefe von Kindern im Alter von neun bis 13 Jahren, die die großen Fragen nach Menschsein in der Welt, nach Religion und Glauben berühren. Neben die Fragen und Antworten werden in dem Buch 16 Songtexte von Carolin No gestellt. Die Songs hat der Autor zusammen mit den Musikern ausgesucht.

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