Würzburg

„Co dzisiaj zjemy?“ - „Was darf‘ s denn heute sein?“

Das Kochprojekt der P-Seminar-Schüler des Deutschhaus-Gymnasiums und der polnischen Partnerschule, dem Kopernikus-Liceum in Tarnobrzeg im Karpatenvorland, lief im September vielversprechend an.

Binationale Tandems

Unterstützt von zwei Profiköchen entwickelten die insgesamt 30 Elftklässler beider Nationen typische Gerichte ihrer Region. In Würzburg gelang es den Deutschhäuslern, noch vor der Schulschließung Ende Oktober,  unter der fachkundigen Anleitung von Koch Luis Röhr, Silvanersuppe, Hirschragout mit Blaukraut und Klößen sowie Apfelkräpfle mit Vanillesoße auf den Tisch zu bringen. Möglich gemacht wurde die Kochsession durch Don-Bosco-Schulleiter Dr. Harald Ebert, der den Gymnasiasten aus der Nachbarschaft die Lehrküche seiner Berufsschule zur Verfügung gestellt hatte.

Nach dem Lockdown, der die geplanten Reisen nach Polen und Deutschland für die Projektpartner unmöglich gemacht hatte, bewiesen die deutschen und polnischen Schüler schnell erstaunliche Kreativität: Sofort entstanden binationale Tandems, und jeder Schüler durfte sich sein Wunschgericht des Partnerlandes aus den gesammelten, zahlreichen Rezeptvorschlägen wählen. Am heimischen Herd wurde dann vor laufender Smartphone-Kamera gekocht, sodass anschauliche Videoclips entstanden.

Kulinarisches Kennenlernen

So zauberte Nina für Jakub eine deftige fränkische Kartoffelsuppe, während Jakub pikanten polnischen Schweinenacken zubereitete.  Felix servierte Natalia Leberknödelsuppe, und danach gab es sogar noch einen Klassiker der fränkischen Küche: das Hochzeitsessen. Natalia revanchierte sich mit leckeren Fuczki, Krautpuffern, garniert mit dem für das Land typischen Schmand. Natürlich gingen auch die für unsere Region klassischen Fleischküchle als Gruß ins Karpatenvorland und Pierogi nach Unterfranken zurück.

Insgesamt produzierten die Schülerinnen und Schüler 30 Kochvideos, die ein kulinarisches wie persönliches Kennenlernen ermöglichen und dem Zuschauer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Veröffentlicht wurden die Arbeitsergebnisse auf der das Projekt begleitenden europäischen Internetplattform e-twinning.

Mut machendes Projekt

Die Corona-Pandemie konnte angesichts dieser tollen Eigeninitiative und Kreativität der jugendlichen Hobbyköche die kulinarische fränkisch-karpatenvorländische Freundschaft nicht verhindern - ein Mut machendes Projekt, in dem alle Beteiligten trotzdem sehnsüchtig auf gemeinsame Begegnungen vor Ort und gemeinsames „Live-Kochen“ hoffen.

Von: Carsten Dutz, Oberstudienrat, Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg

Spaß bei der Arbeit.
Foto: Carsten Dutz | Spaß bei der Arbeit.
Lecker.
Foto: Carsten Dutz | Lecker.
Das Fleisch wird professionell pariert.
Foto: Carsten Dutz | Das Fleisch wird professionell pariert.
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