Würzburg

Corona: Infektionen in Unterfranken steigen bedrohlich an

Nach Stadt und Landkreis Schweinfurt steigen jetzt auch die Infektions-Zahlen in und um Würzburg, sowie in Kitzingen, den Haßbergen und Miltenberg bedrohlich an.   
Viele Tests werden derzeit in der Corona-Teststation am Talavera-Parkplatz in Würzburg durchgeführt, um die Infektionen in Unterfranken aufzudecken.
Foto: Silvia Gralla | Viele Tests werden derzeit in der Corona-Teststation am Talavera-Parkplatz in Würzburg durchgeführt, um die Infektionen in Unterfranken aufzudecken.

Deutschlandweit meldete das RKI am Sonntag 5587 neue Covid-19-Fälle. Am Samstag waren es mit 7830 so viele wie noch an einem Tag. Auch in Unterfranken gingen die Zahlen über das Wochenende dramatisch nach oben. Neben Stadt und Landkreis Schweinfurt, liegt jetzt auch der Landkreis Miltenberg über dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Dies bedeutet weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. 

An immer mehr Orten springt die Ampel auf gelb

Zudem erreichen Stadt und Landkreis Würzburg sowie die Landkreise Kitzingen und Haßberge den Warnwert mit einer Inzidenz von über 35. Auch in diesen Fällen gilt es,  Einschränkungen zu beachten. Mit einem Inzidenzwert von 34,7 bleibt der Landkreis Tauberbischofsheim nur knapp unter diesem Warnwert. Mit einer Inzidenz von 46,9 ist die Stadt Würzburg nicht mehr weit vom 50er Wert entfernt, bei dem die Corona-Ampel auf rot geschaltet wird.  

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Doch es sind nicht nur die Corona-Hotspots, die für eine Steigerung der Infektionszahlen sorgen. In der ganzen Region gehen die Zahlen hoch. Insgesamt haben sich in Unterfranken übers Wochenende mindestens 209 Personen neu mit dem Virus infiziert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass am Sonntag nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen weitermelden und dies dann am Montag nachholen. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen bei 43,8 - in Unterfranken um die 35.    

Das hat Folgen für das öffentliche Leben. So wurden beim Kickers-Heimspiel gegen Holstein Kiel in Würzburg nur 1300 Fans statt der geplanten 2600 im Stadion zugelassen, die zudem während ihres gesamten Aufenthaltes eine Maske tragen mussten.  

Ab der fünften Jahrgangsstufe gilt in einigen Orten Unterfrankens ab Montag wieder eine generelle Maskenpflicht. 
Foto: Gregor Fischer, dpa | Ab der fünften Jahrgangsstufe gilt in einigen Orten Unterfrankens ab Montag wieder eine generelle Maskenpflicht. 

Maskenpflicht im Unterricht

Die gesteigerten Inzidenzwerte werden ab Montag alle Schülerinnen und Schüler zu spüren bekommen. Denn ab einem Inzidenzwert von 35 müssen sie von der fünften Jahrgangsstufe an die Masken auch wieder während des Unterrichts am Platz ständig  tragen. Das gilt auch für alle Sport- und Kulturveranstaltungen und in allen öffentlichen Gebäude. Auch am Arbeitsplatz muss Maske getragen werden, wenn der Abstand von 1,5o Meter nicht eingehalten werden kann.

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Zudem legen die betroffenen Kommunen belebte Plätze, zum Beispiel in Fußgängerzonen fest, an denen auch im Freien die Maske getragen werden muss. Aktuell gilt dies in Unterfranken auf der Alten Mainbrücke und dem Bahnhofsvorplatz in Würzburg.  Schweinfurt hat eine generelle Maskenpflicht in der Keßlergasse, auch Gerolzhofen und Werneck haben eine Maskenpflicht in Teilen ihrer Innenstädte verordnet. Plakate weisen drauf hin.  

Gastronomie muss früher schließen

Durch eine Inzidenz von über 35 springt die Corona-Ampel in Stadt und Landkreis Würzburg sowie in den Landkreisen Kitzingen und Haßberge auf gelb: Das bedeutet neben der erweiterten Maskenpflicht eine Begrenzung der privaten Kontakte. So sind bei privaten Feiern oder bei öffentlichen Treffen nur noch maximal zehn Personen oder Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Springt die Ampel auf rot, wie in Stadt und Landkreis Schweinfurt, sowie im Landkreis Miltenberg, sind nur noch fünf Personen oder maximal zwei Haushalte erlaubt. 

Springt die Corona-Ampel auf gelb, dürfen Gastronomiebetriebe ab 23 Uhr keine Kunden mehr bewirten, springt sie auf rot, gilt dies ab 22 Uhr. Ab dann dürfen auch Tankstellen und Lieferdienste keinen Alkohol mehr verkaufen. Zudem haben die betroffenen Kommunen Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen verfügt.   

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