Würzburg

Corona: So ist die Lage in Unterfranken am Dienstag

Wirken die strengen Corona-Maßnahmen in Unterfranken? Fakt ist: Die Lage entspannt sich leicht, bleibt in einigen Landkreisen aber schwierig. Aktuelles vom Montag.
In Sommerhausen gibt es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt, aber durch die Dekoration kommt dennoch ein wenig Adventsstimmung auf.
Foto: Ivana Biscan | In Sommerhausen gibt es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt, aber durch die Dekoration kommt dennoch ein wenig Adventsstimmung auf.

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) an diesem Dienstag 13 604 neue Corona-Infektionen gemeldet – ähnlich wie in der Vorwoche: Am vergangenen Dienstag hatte das RKI 13 554 Fälle registriert. 

Der Landkreis Haßberge weist laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag einen Inzidenzwert von 238,2 auf. Wegen der hohen Inzidenz stellt der Landkreis ab der achten Klasse auf Wechselunterricht um. Nach Angaben des Landratsamtes soll diese Maßnahme am 1. Dezember starten und bis zum Beginn der Weihnachtsferien dauern.

Schulsport in Zeiten der Pandemie

Seit 13. November darf in Bayern eigentlich kein Sport mehr in Gebäuden stattfinden, nur außerhalb. Nach einem Eilantrag eines Fitnessstudio-Inhabers hatte die Bayerische Staatsregierung entschieden, dass Vereinssport ebenso wie der in Fitnessstudios in geschlossenen Räumen untersagt ist. Ausnahmen bilden aber der Profi- und der Schulsport. Doch hat sich im Schulsport aufgrund der Corona-Pandemie einiges geändert.

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Corona lässt das Skitouren-Gehen boomen

Auch wenn Schnee liegt, wird man in Bayern mindestens mehrere Wochen lang nicht so Skifahren können, wie man es die Jahre zuvor gewohnt war. Lifte und Bergbahnen sind wegen Corona gesperrt. Die Alternative? Skitouren-Gehen. Was es damit auf sich hat.

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Hausarztpraxen in Rhön-Grabfeld arbeiten am Limit

Das Coronavirus stellt Hausarztpraxen zum Beispiel im Kreis Rhön-Grabfeld vor neue Aufgaben. Schließlich sind sie für viele Patienten die erste Anlaufstelle. Wie Ärzte und medizinische Fachangestellte damit umgehen und was diese für sie bedeuten, zeigen diese Schilderungen:

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Raum Würzburg: Wo die Impfzentren sein werden

Kommt der weltweit sehnsüchtig erwartete Impfstoff gegen das Corona-Virus, dann stellt sich die Frage: Wo können all die vielen Menschen geimpft werden. Sogenannte Impfzentren sind im Gespräch. Im Raum Würzburg ist jetzt klar, wo sie sein werden.

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Inzidenz über 500: Hildburghausen ist Corona-Hotspot

Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen hat bei der Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 579.  Die Maßnahme: kompletter Lockdown. Welche Rolle spielen Pendler zwischen Franken und Thüringen bei den Infektionen? Denn die Region mit dem bundesweit höchsten Inzidenzwert ist in direkter Nachbarschaft der thüringische Nachbarlandkreis zum fränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Haßberge.

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Sieben-Tage-Inzidenz: Werte in Unterfranken (Stand Montag, Quelle LGL)

  • Würzburg Stadt: 83,64
  • Würzburg Landkreis: 67,16
  • Schweinfurt Stadt: 125,41
  • Schweinfurt Landkreis: 114,34
  • Aschaffenburg Stadt: 111,26
  • Aschaffenburg Landkreis: 141,79
  • Lkr. Main-Spessart: 290,11
  • Lkr. Kitzingen: 106,41
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 199,66
  • Lkr. Miltenberg: 156,90
  • Lkr. Bad Kissingen: 107,52
  • Lkr. Haßberge: 238,20
  • Main-Tauber-Kreis:  135,2 (Quelle: RKI vom Montag)

Bei den oben genannten Inzidenzwerten (Ausnahme Main-Tauber) richten wir uns – wenn nicht anders angegeben – aus Gründen der Aktualität nach den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Diese Zahlen werden täglich um 14 Uhr aktualisiert und unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten von den Zahlen der Gesundheitsämter und des Robert Koch-Instituts (RKI). An den Wochenenden werden Neuinfektionszahlen meist mit Verzögerung gemeldet. 

Die aktuelle Deutschland-Übersicht des Robert-Koch-Instituts  (RKI)

Neuinfizierte in unterfränkischen Städten und Landkreisen

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Unterfranken laut Zahlen des LGL vom Montag 16 365 (+137 im Vergleich zum Vortag) Menschen mit dem Virus infiziert. Die meisten Infizierten in der Region wurden bislang aus dem Landkreis Aschaffenburg gemeldet, gefolgt vom Landkreis Schweinfurt sowie der Stadt und dem Landkreis Würzburg sowie dem Landkreis Miltenberg.

Insgesamt 306 Menschen (+3) sind laut LGL in Unterfranken bislang im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Am meisten Tote (1426) hat es bislang in Oberbayern gegeben. Alle LGL-Zahlen im Überblick, Stand Sonntag:

  • Würzburg, Stadt: 1748 (+7 gegenüber Vortag) / 53 Tote bislang (+/-0)
  • Würzburg, Landkreis: 1735 (+8) / 27 (0)
  • Schweinfurt, Stadt: 931 (+5) / 27 (0)
  • Schweinfurt, Landkreis: 2008 (+7) / 39 (0) 
  • Aschaffenburg, Stadt: 767 (+10) / 5 (0)
  • Aschaffenburg, Landkreis: 2393 (+23) / 47 (0)
  • Lkr. Main-Spessart: 1259 (+39) / 26 (0)
  • Lkr. Kitzingen: 939 (+9) / 6 (0)
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 891 (+5) / 14 (0)
  • Lkr. Miltenberg: 1811 (+5) / 26 (0)
  • Lkr. Bad Kissingen: 796 (+8) / 19 (0) 
  • Lkr. Haßberge: 1087 (+11) / 17 (+3)
  • Main-Tauber-Kreis: 1395 (+15)  / 15 (0) (Quelle: RKI, Stand Montag) 

Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

So ist die Lage in Bayern und Deutschland insgesamt

Nach Angaben des RKI wurden bis Montag im Freistaat 207 159 Corona-Fälle (+1948) gemeldet. Das entspricht bayernweit einer 7-Tage-Inzidenz von 175 (Vortag: 172). Insgesamt 3801 (+16) Menschen sind in Bayern bisher an den Folgen des Virus gestorben. Etwa 722 300 Menschen in Deutschland gelten als Covid-Genesene, 11 300 mehr als am Tag davor.

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In Deutschland hat die Zahl der Infizierten die Millionengrenze überschritten. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut RKI-Zahlen vom Montag 1 067 473 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert (+13 604). Bislang sind  16 636 Menschen (+388) mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben.

So begleitet Sie die Main-Post durch den Lockdown

Seit einigen Tagen gilt der neue Lockdown Light. Corona-Angst und Winterblues treffen aufeinander. Was aber tun? "Füreinander da sein – für mich ist das der Schlüssel, um mental gut durch die Krise zu kommen", schreibt Chefredakteur Michael Reinhard. Welche Fragen bewegen Sie in diesem Zusammenhang? Und was tun Sie für Ihre psychische Gesundheit? Schicken Sie uns, selbstverständlich auch vertraulich, Ihre Gedanken an red.chefredaktion@mainpost.de. Wir werden Experten aus der Region bitten, darauf zu antworten:

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Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Das Testzentrum für Stadt und Landkreis Würzburg auf der Talavera ist montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr geöffnet – allerdings nur nach Terminvergabe, teilt das Gesundheitsamt Würzburg mit. Termine gibt es unter www.testzentrum-wuerzburg.de oder unter Telefon (0800) 2 01 94 44. Das Testzentrum ist insbesondere für Reiserückkehrer gedacht, könne aber auch ohne konkreten Anlass von jedermann in Anspruch genommen werden, so das Gesundheitsamt.

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/8003-5100): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr
  • Schweinfurt (09721/55-745): Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr
  • Miltenberg (09371/501-716): Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Wochenende von 9 bis 14 Uhr
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Kitzingen (09321/928 1111): Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr
  • Main-Spessart (09353/793-1490): Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 16 Uhr
  • Die Bürgertelefone für Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld wurden wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.

Weitere Informationen:

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