Randersacker

Corona künstlerisch

Simone Doll-Gerstendörfer und das berühmte Apfelbäumchen – frei interpretiert nach Martin Luther zur Corona-Kunst-Ausstellung in Randersacker.
Foto: Antje Roscoe | Simone Doll-Gerstendörfer und das berühmte Apfelbäumchen – frei interpretiert nach Martin Luther zur Corona-Kunst-Ausstellung in Randersacker.

Ernst Weckerts Plakat zur Ausstellung "Corona-Pandemie" mit dem dahineilenden Corona-Knochenmann fällt auf im Straßenbild. Ein wenig gehetzt wirkt er und ganz nah an einer Karikatur. Das Plakat ist Einladung und Warnung zugleich.

"Corona Pandemie" heißt die neue Ausstellung des Kunstkreises Randersacker in der Rathaus-Galerie. "Aktueller geht es nicht", sagt Doll-Gerstendörfer. "Es war ja nicht abzusehen, dass Corona wieder so einschlägt". 2020 wäre ein MainWeinKunst-Jahr gewesen. Es ist ein Corona-Jahr, bei dem die Randersackerer Künstler bislang noch nicht einmal eine Jahresausstellung zeigen konnten.

14 Künstler stellen jetzt im Rathaus aus – diesmal ohne Vernissage – mit Fotografien, Collagen, Plastiken, Druckgrafik und Malerei. Da tummeln sich Weckert'sche Skelette mitten unter den Leuten, es sind weiße Kreide-Rabauken, die mal hier mal da in die Menge springen und als Schreckgespenster über allen stehen. Dass Winfried Hennebergers Fundstückfiguren auch Corona haben, ist nur konsequent. Schade, dass nur ein Foto ausgestellt ist. Der Treppenhaus-Galerie hätte die Figur gut getan. Das Original steht in der Klosterstraße. Plastiken sind eher unterrepräsentiert. Ausgefallen ist da das Apfelbäumchen mit dem berühmten Luther-Ausspruch vom Weltuntergang. Es symbolisiert Hoffnung, mahnt vielleicht auch vor lauter Corona den Klimawandel und die Umweltzerstörungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Der Totentanz als Motiv feiert Auferstehung, interpretiert von Hermann Oberhofer. Von dort ist es zum "Magischen Franken", dem offenbar Corona-freien Randersacker (Ralf Kuhn) genau ein Treppenlauf – etwas mehr als die elf Bocksbeutel von Andrea Steiner, die am Place de Vouvray den korrekten Sicherheitsabstand markieren. Außerdem vertreten sind Tilmar Hornung, Horst Pilz, Christoph Schädel, Anna Weckert, Thomas Schädel, Klaus Gerstendörfer, Jacqueline Wehrmann, Jürgen Schädel und Maria Sommer-Schneider.

Die Ausstellung ist bis 1. Dezember öffentlichen Bereich des Rathauses zu sehen, jeweils zu den üblichen Dienstzeiten des Rathauses.

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