Oberpleichfeld

Der Ortskern in Oberpleichfeld soll nicht aussterben

Der Ortskern in Oberpleichfeld soll nicht aussterben. Ein Arbeitskreis des Gemeinderats will ein Altortentwicklungskonzept für die Kommune erstellen.
Foto: Irene Konrad | Der Ortskern in Oberpleichfeld soll nicht aussterben. Ein Arbeitskreis des Gemeinderats will ein Altortentwicklungskonzept für die Kommune erstellen.

Ihren Altort entwickeln, das möchte die Gemeinde Oberpleichfeld. Einem Antrag des Gemeinderatsmitglieds Benedikt Pfister auf die Erstellung eines entsprechenden Konzepts stand das Ratsgremium positiv gegenüber. Als Diskussionsgrundlage diente ein Manuskript zur Innenentwicklung des Marktes Werneck.

Vom Staat werden unter bestimmten Voraussetzungen erhaltenswerte oder leerstehende Gebäude im Kernort bei baulichen Maßnahmen gefördert. Darüber hinaus gewährt der Markt Werneck auf der Grundlage eines speziellen Kommunalen Förderprogramms freiwillige Zuwendungen für Investitionen zur Erhaltung und Nutzung vorhandener Bausubstanz.

Auch die Oberpleichfelder wollen ihren Altort beleben und eine Abwanderung bauwilliger Bürger in die Ortsränder verhindern. Bei einem Rundgang durch den Altort haben Gemeinderat Pfister und Bürgermeisterin Martina Rottmann 14 aktuelle Leerstände gezählt. Darüber hinaus könnten in den nächsten 15 Jahren 27 weitere Leerstände dazu kommen.

Strategie für Innenentwicklung

Vor kurzem hat sich Bürgermeisterin Rottmann bei Frau Rüttiger im Landratsamt Würzburg erkundigt. Sie ist für die neu geschaffene "Innenentwicklungsstrategie" des Landkreises zuständig. Um staatliche Fördermittel ausschöpfen zu können, müsse die Kommune Oberpleichfeld als ersten Schritt ein Sanierungsgebiet bzw. einen Geltungsbereich festlegen und melden.

Zum Maßnahmenbündel des Landratsamts gehören vornehmlich Beratungsleistungen. Sich professionelle Planer, Architekten und Unterstützer ins Boot zu holen, ist Gemeinderat Franz-Josef Hartlieb wichtig. Dieser Meinung schlossen sich mehrere Ratsmitglieder an.

Nun soll ein Arbeitskreis gebildet werden, der ein auf die Oberpleichfelder zugeschnittenes Altortentwicklungskonzept erstellt. Diesem Arbeitskreis gehören neben Bürgermeisterin Rottmann sowie dem zweiten und dritten Bürgermeister Christoph Hammer und Gerhard Habel die Gemeinderäte Benedikt Pfister, Franz-Josef Hartlieb und Jörgen Michalzik an.

34 unbebaute Bauplätze in Privathand

Gemeinderat Michael Kötzner wies zudem auf das Problem unbebauter Grundstücke hin. 34 unbebaute Bauplätze in Privathand wurden in Oberpleichfeld gezählt. In diesem Zusammenhang verwies Bauamtsleiter Steffen Guth-Portain auf einen aktuellen Gesetzesentwurf des Bundesbauministeriums. Ein Gesetz zur Mobilisierung von Bauland soll die Bebauung von Grundstücken beschleunigen helfen.

Das "Baulandmobilisierungsgesetz" wurde am 28. Januar in einer ersten Lesung im Bundestag debattiert und mit Verbesserungsvorschlägen dem Bauausschuss übergeben. Mit diesem Gesetz sollen die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden im Bauplanungsrecht gestärkt werden. Einfacher werden soll beispielsweise die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude in Wohnraum.

Die Novelle sieht auch ein "Baugebot" vor. Danach können Kommunen die Grundstückseigentümer unter verschiedenen Bedingungen verpflichten, freie Bauplätze innerhalb einer bestimmten Frist zu bebauen. Die Kommunen sollen gesetzliche Möglichkeiten erhalten, um die Thematik unbebauter Baugrundstück in Privathand mutig angehen zu können.

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