Ochsenfurt

Der Zusammenhalt der Gesellschaft als Aufgabe

Gäste bei der 70-Jahrfeier der AWO-Ochsenfurt waren (von links): Stefan Wolfshörndl (AWO-Bezirksvorsitzender), Christiane Halbleib, Volkmar Halbleib, Helmut Werner (AWO), Manfred Ragati, Peter Honecker, stellvertretender Bürgermeister Joachim Eck und Paul Lehrieder.
Foto: Uschi Merten | Gäste bei der 70-Jahrfeier der AWO-Ochsenfurt waren (von links): Stefan Wolfshörndl (AWO-Bezirksvorsitzender), Christiane Halbleib, Volkmar Halbleib, Helmut Werner (AWO), Manfred Ragati, Peter Honecker, ...

Es war ein würdiger Rahmen und viele Menschen waren in den Bürgerkeller gekommen, um das 70-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Ochsenfurt zu feiern. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hatte Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib übernommen. Launig war seine Rede. „Eine Schirmherrschaft bedeutet auch gleichzeitig eine Geldspende“, meinte er. Und dass er die geleistet habe, sei sicher, da seine Frau Christiane für die Finanzen der AWO Ochsenfurt zuständig sei.

Volkmar Halbleib erinnerte an die Entstehung der AWO. Vor 70 Jahren ging es darum, die vielen Flüchtlinge und Heimatvertriebene zu unterstützen und ihnen zu helfen. Damit spann er auch gleich einen Bogen zur Gegenwart. „Zusammenhalt ist angesagt, nicht Spaltung, Grundwerte und Freiheit sollten mitspielen“, meinte er, denn die Betreuung und Integration von Flüchtlingen seien eine Herausforderung, damals wie heute.

Grußworte sprachen die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer, Bürgermeister Peter Juks, AWO-Bezirksvorsitzender Stefan Wolfshörndl und Christiane Halbleib, stellvertretende AWO Kreisvorsitzende. Sie bedankte sich besonders beim Ortsvorsitzenden Peter Honecker, ohne den die AWO in Ochsenfurt nicht so gut sein könne, da er sich rührend um alle Belange kümmert.

Die AWO leistet seit 70 Jahren in Ochsenfurt kreative Arbeit mit Senioren/innen, mit Treffen, aber auch mit Informationen, was die neuen Technologien anbelangt. Das Internetcafe für Senioren entstand auf Betreiben Honeckers. Doch auch die Jugendarbeit spielt eine große Rolle. Zwar ist Tradition gefragt, aber neue Ideen werden immer wieder eingebracht. Jedem ist in Erinnerung, dass Anneliese Klein die Hausaufgabennachhilfe ins Leben rief. Und auch heute zeigt die AWO Engagement für Flüchtlingskinder.

Den Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder verbindet viel mit Ochsenfurt. Als Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Senioren und Jugend ist er in Berlin für all die Menschen zuständig, denen sich die AWO hier vor Ort seit 70 Jahren annehme. Er meinte, im Bundestag wird nur der Rahmen vorgegeben, aber die Personen, die ehrenamtlich tätig sind, füllen diesen Rahmen aus.

Und noch einen Festredner, der Grußworte sprach, gab es: Manfred Ragati war nach Ochsenfurt gekommen, um bei der AWO-Feier mit dabei zu sein. Er ist Ehrenvorsitzender des AWO-Bundesverbandes und auch heute noch seiner Geburtsstadt Ochsenfurt verbunden. Er erinnerte sich, wie hier alles begann: 1946 trafen sich in der Inselklause, etwa in der Mitte der Maininsel, rund zehn Personen. Sie schlossen sich zusammen, um nach dem Krieg mitzuhelfen, in Ochsenfurt die größte Not zu lindern. Viele Überlebende der Würzburger Bombardierung sowie zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene lebten in Notquartieren oder requirierten Wohnungen.

Peter Honecker hielt den Festvortrag. In einer ausführlichen Power-Point-Präsentation ließ er Revue passieren, was die AWO in Ochsenfurt geleistet hat. Der Festakt wurde untermalt mit Musik vom Collegium Musicum Iuvenale unter der Leitung von Astrid Eitschberger. Sie versteht es immer wieder mit ihren Musikern auf Stimmungen einzugehen und den richtigen Klang zu finden.

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