Würzburg

Diözese Würzburg: Großer Personalwechsel im Ordinariat

Das Personalkarussell dreht sich: Einer ist neu dabei, andere geben ihren Aufgabenbereich ganz oder teilweise ab. Das sind die Veränderungen im bischöflichen Ordinariat.
Im bischöflichen Ordinariat der Diözese Würzburg stehen Personalwechsel an. Künftig wird es weniger Hauptabteilungen geben.
Foto: Daniel Peter | Im bischöflichen Ordinariat der Diözese Würzburg stehen Personalwechsel an. Künftig wird es weniger Hauptabteilungen geben.

Der neue bischöfliche Finanzdirektor und Leiter der Finanzkammer, Sven Kunkel, ist im Würzburger Ordinariat begrüßt worden. Die Zeit der Vakanz in der Finanzkammer sei vorbei, so Generalvikar Thomas Keßler laut einer Pressemitteilung. Bereits seit Ende Juli ist die Personalie bekannt. Damals hieß es, Kunkel werde sein Amt spätestens 2020 antreten. Er ist der Nachfolger von Albrecht Siedler, der im Juli 2018 von seinem Amt zurückgetreten ist.

Domkapitular Dr. Helmut Gabel
Foto: Markus Hauck (POW) | Domkapitular Dr. Helmut Gabel

Das Personalkarussell in den noch neun Hauptabteilungen des Ordinariats dreht sich unterdessen weiter: Drei Domkapitulare geben zum Jahresanfang ihre Leitungsfunktionen ab, teilt das Ordinariat weiter mit. Das betrifft die Domkapitulare Monsignore Dietrich Seidel (Personal) und Helmut Gabel (Außerschulische Bildung). Seidel bleibe weiterhin Ordensreferent, Gabel werde den Bereich Hochschulfragen übernehmen.

Generalvikar Keßler gibt "Zentrale Aufgaben" ab

Auch für Generalvikar Keßler gibt es ab 2020 eine Neuerung. Er soll sich künftig "ganz auf die vielfältigen Aufgaben als Generalvikar konzentrieren" können. Deshalb werde er nicht mehr an der Spitze der Hauptabteilung "Zentrale Aufgaben" stehen. Das sei ein zusätzlicher Dienst gewesen, hieß es. Die drei Priester bleiben weiterhin Mitglieder des Domkapitels. Die Leitungsstellen für die Hauptabteilungen "Zentrale Aufgaben" und "Personal" werden den Angaben zufolge intern ausgeschrieben.

Ein Leiter oder eine Leiterin wird darüber hinaus für die neue Hauptabteilung "Bildung und Kultur" gesucht. Auch Nichtgeweihte könnten sich bewerben, hieß es auf Nachfrage der Katholischen Nachrichtenagentur. Diese Hauptabteilung entsteht in Folge der Umstrukturierung des Ordinariats und führt laut Mitteilung die bisherigen Hauptabteilungen "Hochschule, Schule und Erziehung", "Außerschulische Bildung" und "Kunst" zusammen. Kommissarischer Leiter des Kunstreferats ist seit Juni 2017 Jürgen Emmert. Er folgte damals auf Jürgen Lenssen, der im Mai 2017 in den Ruhestand gegangen war.

Ermittlungen in SBW-Affäre laufen noch

Sven Kunkel, ab 2020 neuer Finanzdirektor der Diözese Würzburg und Leiter der neuen Hauptabteilung "Finanzen und Immobilien"
Foto: Markus Hauck, POW | Sven Kunkel, ab 2020 neuer Finanzdirektor der Diözese Würzburg und Leiter der neuen Hauptabteilung "Finanzen und Immobilien"

Der neue Finanzdirektor Sven Kunkel soll, so hieß es von Bistumsseite bereits Ende Juli, nicht nur die Finanzen verwalten. Seine neue Hauptabteilung wird "Finanzen und Immobilien" heißen. Im Zuge dessen übernahm zum 15. November die Architektin und Glockensachverständige der Diözese, Katja Mark-Engert, die Leitung der Liegenschaftsabteilung. Spätestens ab 1. April 2020 soll sie dann der neuen Abteilung "Liegenschaften und Bauwesen" vorstehen. Damit werden laut Mitteilung des Ordinariats Liegenschaftsabteilung und Bischöfliches Bauamt zusammengeführt. Diese neue Abteilung wird Teil der künftigen Hauptabteilung "Finanzen und Immobilien" sein.

Vor Katja Mark-Engert war Otmar F. bis zu seiner überraschenden Freistellung Ende Juni 2018 Leiter der Liegenschaften im Ordinariat. Gleichzeitig wurde er als Geschäftsführer der SBW Bauträger- und Verwaltungs-GmbH, einer Schwesterfirma des St. Bruno-Werks, abberufen. Noch immer laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue, bestätigte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen auf Nachfrage dieser Redaktion. Generalvikar Keßler hatte im August 2018 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Würzburg gestellt.

Der neue Finanzdirektor Kunkel wurde 1968 in Aschaffenburg geboren. Er verstehe die Finanzkammer als Dienstleister für das gesamte Bistum, heißt es aus dem Ordinariat. Zudem finde er es gut, in der neuen Aufgabe die vielen Ehrenamtlichen vor Ort unterstützen zu können. Generalvikar Keßler hob das überdurchschnittliche Engagement des Finanzkammer-Personals und von Andreas Hammer hervor. Er leitete nach dem Rücktritt Siedlers seit Juli 2018 kommissarisch die Finanzkammer.

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