Bergtheim

Diskussion um das Hüttendorf 2021 in Bergtheim

Das Gelände für das Hüttendorf in Bergtheim ist derzeit im Umbruch und müsste zum Durchführen des Hüttendorfes erst wieder hergerichtet werden.
Foto: Irene Konrad | Das Gelände für das Hüttendorf in Bergtheim ist derzeit im Umbruch und müsste zum Durchführen des Hüttendorfes erst wieder hergerichtet werden.

Eigentlich hatte Bürgermeister Konrad Schlier das Hüttendorf 2021 bereits vor Wochen abgesagt –  und das auch veröffentlicht. Wegen der Corona-Pandemie könne die zweiwöchige Veranstaltung für Schulkinder aus Bergtheim, Oberpleichfeld und Hausen auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Nun aber stand das Thema noch einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderats.

Als Grund zur Beratung nannte Bürgermeister Schlier Härtefälle. Alleinerziehende oder berufstätige Eltern könnten die langen Sommerferien nicht ohne Hilfe bei der Beaufsichtigung ihrer Kinder überbrücken. Aufgrund des Hygienekonzepts sei ein Hüttendorf im üblichen Sinn mit rund 180 Kindern wie in den vergangenen Jahren allerdings unmöglich.

Es könnten nur acht Kindern pro Gruppe betreut werden. Gemeinsame Bastel- und Spieleangebote dürfen nicht sein. Genauso wenig wie sportliche Mannschaftsspiele. Außerdem ist das bisherige Gelände zurzeit in Bearbeitung. Es sei noch nicht absehbar, ob es Anfang August wieder uneingeschränkt nutzbar sei.

Nur mithilfe höherer Kostenbeteiligung der Eltern

Auch ohne Corona hätte das Hüttendorf trotz der Elternbeiträge und eines Zuschusses der Nachbargemeinden den Bergtheimer Haushalt mit jeweils mit 3000 bis 5000 Euro belastet. Nun könnten nur noch etwa 80 Kinder teilnehmen. Der Aufwand für die Gemeindearbeiter bleibe jedoch "mindestens gleich hoch". "Wenn das Hüttendorf Ende Juli starten soll, muss ich jetzt mit der Ausschreibung für das Personal beginnen", verdeutlichte Schlier. Ohne eine höhere Kostenbeteiligung der Eltern sei die Ferienbetreuung nicht tragbar. 

"Wir sollten angesichts der Krise kein Risiko eingehen", plädierten dann auch mehrere Gemeinderatsmitglieder für das Aufrechterhalten der Absage. Christian Schraut und Michael Burger sprachen sich allerdings für die Suche nach Alternativen aus. Gebe es etwa Konzepte in den umliegenden Dörfern? Bietet der Landkreis Würzburg etwas an? Vielleicht sei doch eine gewisse Ferienbetreuung durch die Gemeinde möglich?

Am Status quo änderte die Diskussion letztendlich nichts: Das Hüttendorf in seiner bekannten Form bleibt abgesagt. Bürgermeister Schlier räumte dennoch eine Frist von zwei Wochen ein. Wenn es innerhalb dieser Zeit zündende und realisierbare Ideen gibt, sei er als Entgegenkommen für die Härtefälle bereit, eine Ausschreibung für die entsprechenden Angebote zu machen.

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