Würzburg

Doppelter Jubel bei den Grünen

Gute Nachrichten auf dem Handy: Grünen-Direktkandidat Patrick Friedl mit Kandidatin Kerstin Celina.
Foto: Patty Varasano | Gute Nachrichten auf dem Handy: Grünen-Direktkandidat Patrick Friedl mit Kandidatin Kerstin Celina.

Jubel bei den Grünen/Bündnis 90, die in der Waldschänke Dornheim/Talavera-Schlösschen ihre Wahlparty feiern: Schon nach ersten Hochrechnungen kommt ihre Partei bayernweit auf ein Top-Ergebnis von fast 18 Prozent. Und: Nach einem äußerst spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen setzt sich ihr Direktkandidat, der 48-jährige Patrick Friedl, gegen Oliver Jörg, Mitglied des Landtags und erneut Direktkandidat der CSU, durch.

Patrick Friedl kann das landesweite Ergebnis kaum fassen: „Das ist unglaublich.“ Er sei, was die Umfragen und Prognosen vor der Wahl betraf, eher vorsichtig gewesen. Das Ergebnis heißt auch: „Uns haben doppelt so viele Menschen in der Region gewählt als bei bisherigen Wahlen. Die Menschen haben sich bewusst für 'Grün' entschieden.“

Das große Thema Klimaschutz

Und: Der Wahlkampf sei unter der Überschrift „Klimaschutz“ geführt worden. „Wer uns in der Region die Stimme gegeben hat, hat uns auch den Auftrag erteilt, für den Klimaschutz tätig zu werden“, so Friedl. Was das Direktmandat angeht, zeigt er sich erst mal vorsichtig und will die Zahlen abwarten. Dann ist die Freude groß: „Es ist der Wahnsinn! Wer hätte geglaubt, dass ein Grüner in Unterfranken das Direktmandat bekommt. Und dies, mit dem klaren Thema Klimaschutz.“ Er nehme den Auftrag an: „Ich bemühe mich, den Erwartungen gerecht zu werden. Danke für das Vertrauen. Chapeau.“

Er habe es verdient, sei ein „echter Kämpfer und strategischer Denker“, lobt der anwesende Hans-Josef Fell, ehemaliger Grünen-Abgeordneter des Bundestags, den 48-Jährigen. Das Bayern-Ergebnis seiner Partei bezeichnet er als „phänomenal“. Die Menschen hätten erkannt, wie es um die Natur bestellt ist und fürchteten die Entwicklungen, sagt Fell. „Außerdem punkten die Grünen mit dem Thema Humanität.“

Menschen wollen eine Veränderung

Auch die Spitzenkandidatin der Grünen, Kerstin Celina (Stimmkreis Würzburg Land), zeigt sich vom tollen Ergebnis überwältigt. Es stelle eine Trendwende dar, „die Menschen in Bayern wollen eine Veränderung“. Der Rückenwind aus der Bevölkerung, der den gesamten Wahlkampf über zu spüren gewesen sei, habe sich nun bestätigt. Freudentränen gibt es bei Barbara Lehrieder, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Würzburg: „Der Fleiß und das Engagement haben sich gelohnt.“

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