War sie wirklich so überstürzt entschieden worden, die „Ehe für alle“? War es richtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Abstimmung im Deutschen Bundestag zu einer „Gewissensentscheidung“ gemacht hatte? Paul Lehrieder, CSU-Bundestagsabgeordneter und seit einigen Jahren Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat so seine Zweifel. Und die trug er bei einem Vortrag im katholischen Pfarrheim St. Mauritius auf Einladung des Pfarrgemeinderates, der KAB und des Frauenbundes, vor 30 Zuhörern auch vehement vor. Vielleicht, so seine Ansicht, war es doch eher eine „Sturzgeburt“. Dass sämtliche unterfränkische Abgeordnete seiner Partei wie er gegen die „Ehe für alle“ mitsamt dazugehörigem Adoptionsrecht gestimmt hatten, stimme ihn nur ein bisschen fröhlich.
ESTENFELD