Würzburg

Ein taubstummer jüdischer Handwerker im Visier der Gestapo

Seine Krankheit rettete Adolf Stern nach seiner Einlieferung ins Konzentrationslager Buchenwald das Leben. Er wurde entlassen. Doch die Nazis behielten ihn im Blick.
Gunter Demnig verlegt an diesem Dienstag 20 weitere Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Handwerker in Würzburg, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
Foto: Norbert Schwarzott | Gunter Demnig verlegt an diesem Dienstag 20 weitere Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Handwerker in Würzburg, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Zum 27. Mal kommt an diesem Dienstag, 24. September, der Künstler Gunter Demnig nach Würzburg, um zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus 20 weitere Stolpersteine im Würzburger Stadtgebiet zu verlegen. Dieses Mal stehen jüdische Handwerker im Mittelpunkt der Aktion.Einer dieser Handwerker war Adolf Stern. Er wurde am 9. Januar 1890 in Steinach/Saale geboren. Aufgrund einer Erkrankung war er seit seiner Kindheit taubstumm. Im Alter von 16 Jahren begann Adolf Stern eine Lehre als Graveur in Mannheim, wo er als Graveurgehilfe von 1910 bis 1912 arbeitete. Adolf Stern kam 1919 nach Würzburg.

Archiv-Artikel
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