Holzkirchen

Heimatbuch für Holzkirchen: Ein Vermächtnis für die Zukunft

Das Buch 'Holzkirchner Gschichtli' wurde bei einer Feierstunde offiziell vorgestellt. Im Bild (vorne, von links): Seniorenbeauftragte Ursula R. Deisinger, Autor Berthold Kohrmann, Bürgermeister Daniel Bachmann, Andrea Rothenbucher; (hinten, von links) Gerlinde Roos, Ursula Ballmann, Josef Ballmann und Johanna Kohrmann.
Foto: Ernst Pscheidl | Das Buch "Holzkirchner Gschichtli" wurde bei einer Feierstunde offiziell vorgestellt. Im Bild (vorne, von links): Seniorenbeauftragte Ursula R.

Es ist 192 Seiten dick und enthält über 4000 Anekdoten aus dem Ort: das Heimatbuch "Holzkirchner Gschichtli", verfasst von dem 1938 geborenen Berthold Kohrmann. Am Donnerstag wurde das Werk in einer kleinen Feierstunde vorgestellt. Beiträge lieferten auch Gusti Jung (geborene Wießmann), Elfriede Slama (geborene Traub), Sofie Duffek und Johanna Kohrmann.

Die Seniorenbeauftragte Ursula R. Deisinger wünschte dem Autor "weiterhin so tolle Gedanken" und lobte ihn für seine unermüdliche, kreative Schreibarbeit. Die "Holzkirchner Gschichtli" seien prachtvoll gelungen, sagte sie. Sie wollen von den Altsenioren, stellvertretend von Johanna Kohrmann und Gerlinde Roos, als Vermächtnis für die Zukunft gesehen werden. Deisinger dankte auch den Fachleuten, die das Buch gestaltet und sich um die nicht unerhebliche Finanzierung gekümmert haben.

Von den "Gschichtli" wurden 500 Bücher gedruckt, die Herstellungskosten betrugen etwa 15 Euro pro Stück. Die Bücher können gegen eine Spende ab 10 Euro bei Ursula R. Deisinger, Tel.: (09369) 2484, oder Gerlinde Roos, Tel.: (09369) 2143, oder Johanna Kohrmann, Tel.: (09369) 8267, erworben werden. Der Erlös kommt der Seniorengruppe zugute. Bei besonderen Anlässen wie dem Altentag oder bei Dorffesten werden die Bücher ebenfalls zum Kauf angeboten.

Zusammen mit dem Buch wurde auch der "Offene Treff" präsentiert, den es in Holzkirchen seit Kurzem gibt. Hier können Menschen jeden Alters miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen. Extra hierfür wurden neue Tische, Stühle, Sonnenschirme und Spiele angeschafft, mit denen sich die Senioren bei ihren Zusammenkünften die Zeit vertreiben.

Beide Projekte - Heimatbuch und "Offener Treff" - wurden von der Allianz Waldsassengau finanziell gefördert. Andrea Rothenbucher, Sprecherin der Allianz und Bürgermeisterin von Hettstadt, sagte, die Stärkung des ländlichen Raums und die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen über die Gemeindegrenzen hinaus seien sehr wichtig. "Holzkirchen hat die Chance genutzt", betonte Rothenbucher. Fast 8000 Euro seien in die Gemeinde geflossen. Allianzmanagerin Julia Gerstberger stellte kurz vor, welche Projekte in Holzkirchen konkret und in welcher Höhe gefördert werden.

Bürgermeister Daniel Bachmann freute sich über die Projekte und sagte, dass auch bei weiteren Maßnahmen - wie zum Beispiel bei der Dorferneuerung - Synergieeffekte erkennbar seien. Um zu unterstreichen, wie wichtig die ältere Bevölkerung für die Gemeinde ist, sei erstmals eine Seniorenbeauftragte ernannt worden.

Zum Schluss ging Deisinger noch auf das Projekt "Älter werden in kleinen Gemeinden" ein, bei dem es vorrangig um die Nachbarschaftshilfe geht. Wichtig sei, die Bereitschaft mitzubringen, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten. Das gelte für alle Bereiche im Ort - und damit schlug Deisinger auch wieder eine Brücke zu dem Heimatbuch. Denn wenn Berthold Kohrmann hier nicht vorangegangen wäre, würde es die "Holzkirchner Gschichtli" so nicht geben.

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