Estenfeld

Eine Millionen Euro für drei Baumaßnahmen

Über drei Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 1 040 000 Euro sprach der Gemeinderat in der ersten Sitzung 2021. Die erste Maßnahme ist der rund 25 Jahre alte Kreisverkehr am Ortseingang von Kürnach kommend (Würzburger Straße – Ostring). Er muss komplett erneuert werden. "Die Schäden sind dermaßen groß, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich durchführbar ist", erklärte Bürgermeisterin Rosi Schraud (CSU). Christian Horn vom Ingenieurbüro Horn erläuterte die Schäden: Ausbrüche, Risse im Asphalt, verschobene und lose Pflastersteine sowie Spurrinnen von bis zu fünf Zentimetern.

Dadurch sei die Verkehrssicherheit beeinträchtigt und das Unfallrisiko erhöht. Mit der Zeit sei eine Zunahme der Schäden zu erwarten. Die Unterfläche sei nicht mehr ausreichend tragfähig, eine oberflächliche Sanierung deshalb nicht möglich.

Der Kreisel, damals einer der ersten in Unterfranken, wurde nach dem neusten Stand der Technik gebaut, die Anforderungen an den Asphalt sind im Laufe der Zeit gestiegen. Der gepflasterte Innenring war nur dafür gedacht, von großen Fahrzeugen befahren zu werden. Die Autofahrer nutzen aber fast alle den kleinsten Radius und überfahren den Innenring.

Bau unter Vollsperrung

Der neue Kreisverkehr bekommt keinen Innenring mehr, er wird komplett asphaltiert. Der Kreisel wird von 6,20 Metern auf sieben Meter vergrößert. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert, zusätzlich wird der Gehweg in Richtung Friedhof fortgeführt, wo bisher ein Trampelpfad ist. Bedacht werden soll auch ein möglicher Fahrradweg.

Horn empfiehlt den Bau unter Vollsperrung. Dies sei am wirtschaftlichsten, führe zu einer besseren Qualität und ginge schneller. Die Bauzeit liege bei sechs bis acht Wochen. Über die Umleitungsstrecke könne sich der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken machen, Horn schlägt eine Umleitung etwa über die Heisenbergstraße vor. Die Maßnahme kostet rund 320 000 Euro und wird in den Haushalt 2021 eingestellt.

Erneuerungen am "Stangenberg"

Mit circa 420 000 Euro schlägt die Sanierung der Straße und Wasserleitung "Stangenberg" zu Buche. Die Stichstraße mit einem kleinen Wendehammer gleiche einem Flickenteppich. Es gebe dort vielzählige Risse in der Asphaltoberfläche, zudem stelle die Pfützenbildung vor allem in Winter eine Gefahr durch Glatteis dar. An der Straße aus den 60er Jahren "hat der Zahn der Zeit genagt, die Nutzungsdauer ist überschritten", so Horn. Er schlägt eine Komplettsanierung im Vollausbau vor.

Neben einer neuen Straßenbeleuchtung und der neuen Wasserleitung werden auch Mikro-Kabel bis zu den Grundstücksgrenzen verlegt, um den Bürgern den Anschluss an das Breitbandnetz zu ermöglichen. Die Kanalisation wurde mit Kameras befahren. Dabei wurden jedoch keine großen Schäden entdeckt, sodass nur die Schachtabdeckungen erneuert werden müssen. Der Gemeinderat nahm den Vorentwurf an und wird die Maßnahme in den Haushaltsplan aufnehmen. Der Bau ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Neues Regenrückhaltebecken 

Als Auflage für das Gewerbegebiet an der A 7 muss das Regenrückhaltebecken erweitert werden. Das alte Becken wurde 2001 gebaut. Der Flächenzuwachs im Gewerbegebiet sowie strengere Auflagen an den Gewässerschutz machen dies erforderlich. Gefordert ist ein größeres Volumen sowie eine bessere Qualität bei der Schadstofffilterung. Geplant ist ein neues Stahlbetonbecken, das rund 300 000 Euro kostet. Der Bau ist für das zweite Halbjahr 2021 geplant. Der Gemeinderat nahm auch diesen Vorentwurf an und wird einen Bauantrag an das Landratsamt stellen.

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