Randersacker

Einigkeit zu Wohnmobilstellplatz

Den Tourismus zu stärken, mehr Wohnmobil-Stellplätze in Randersacker zu haben, halten die CSU-Fraktion und Bürgermeister Michael Sedelmayer in einem gemeinsamen Antrag für wünschenswert. Und es gibt auch ein gemeindliches Grundstück für zehn bis zwölf Stellplätze.

Das Grundstück mit dem Busparkplatz kurz vor dem Mainparkplatz wäre prädestiniert, heißt es im Antrag an den Marktgemeinderat. Vornedran die Busse, im hinteren Teil soll der öffentliche, kostenpflichtige Wohnmobilstellplatz eingerichtet werden, ausgestattet mit Wasser, Strom und Entsorgungsstation. Er würde die Einzelplätze auf dem Parkplatz Schützenwiese ergänzen sowie den privat betriebenen Stellplatz im Nachbargrundstück, wobei laut Sedelmayer derzeit kein Interesse bestehe, etwas gemeinsam zu entwickeln.

Ausdrücklich durchweg begrüßt wurde das Vorhaben, zumal sich unter dem Platz ein Regenrückhaltebecken befindet und es kaum anders nutzbar ist. Matthias Henneberger (ödp) wollte aber dennoch den Abgleich mit dem Büro Wegner, das das Verkehrs- und Parkkonzept bearbeitet. Außerdem müsste nicht unbedingt Strom angeboten werden.

Ein Premium-Weinort und kein Stromanschluss? Für Sedelmayer ging das nicht zusammen. Ein Stromanschluss würde es nicht wesentlich verteuern, argumentierte Fraktionsvorsitzender Heiko Lörner (CSU). Wichtig sei, ein echtes Angebot zu schaffen. Man habe zwar keinen Mainausblick, aber kurze Wege, die Gastronomie und den ÖPNV-Anschluss, wie man sich das vorstellt.

"Zentral, aber einigermaßen aus dem Sichtfeld", das gefiel auch Oliver Menz (SPD). Allerdings meinte er, die SPD habe genau das schon einmal in der Debatte zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept vorgeschlagen. Da hätte es geheißen, das ginge wegen dem Hochwasser nicht. Überraschung bei der CSU: "Das ist jetzt neu!", so Lörner. Vertieft werden musste das nicht, in der Sache war man sich einig und alle für den Wohnmobilstellplatz.

Touristische Entwicklungschancen werden auch als Wanderregion gesehen, allerdings mit Nachholbedarf in der Pflege der örtlichen und überörtlichen Wanderwege. Der Zweckverband Naherholung Würzburg will daher den Spessartbund mit ins Boot holen, der sich mit der Organisation von Wanderwegen und einem Managementkonzept mit der Schulung und Begleitung örtlicher Wegewarte etabliert hat. Die Kontrolle werde die Marktgemeinde schon aus Haftungsgründen beibehalten, so Sedelmayer. Randersacker nimmt das Angebot an, wenngleich Matthias Henneberger ein wenig Sorge hatte, dass nicht alles der Einheitlichkeit wegen geändert wird.

Wieder aufgehoben hat der Marktgemeinderat den Aufstellungsbeschluss vom Januar 2019 für einen Bebauungsplan "Am Kreisverkehr – Betreutes Wohnen" – am vormaligen Standort des Edeka-Marktes. Das betreute Wohnen an dieser Stelle bleibt weiter Wunschdenken. Sedelmayer: Es macht keinen Sinn, über Jahre an einem Aufstellungsbeschluss festzuhalten oder einen Bebauungsplan aufzustellen, wohl wissend, dass das Grundstück nicht zur Verfügung steht. Es ist laut Sedelmayer noch 30 Jahre in einem Erbbaurechtsvertrag gebunden.

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