Veitshöchheim

"Fastnacht in Franken": Wie die Aufzeichnung in diesem Jahr abläuft

In Veitshöchheim wird in diesem Jahr vieles anders sein. Wie die Macher der "Fastnacht in Franken" trotz Corona versuchen, eine gelungene Sendung auf die Beine zu stellen.
Aufbau mit Abstand und Maske: In diesem Jahr wird die 'Fastnacht in Franken' in den Mainfrankensälen Veitshöchheim ganz anders als sonst ablaufen.
Foto: Bayerischer Rundfunk | Aufbau mit Abstand und Maske: In diesem Jahr wird die "Fastnacht in Franken" in den Mainfrankensälen Veitshöchheim ganz anders als sonst ablaufen.

Von außen ist nicht viel zu erkennen, ein paar Fahrzeuge des Bayerischen Rundfunks stehen vor den Mainfrankensälen in Veitshöchheim, und ab und an kommen ein paar Mitarbeitende aus dem Gebäude. Von innen fehlt jegliche Beschreibung, denn in diesem Jahr haben Pressevertreter keinen Zutritt zu den Aufbauarbeiten der "Fastnacht in Franken". Der Grund: Ein zu hohes Risiko, dass externe Besucher das Team des Fastnacht-Verbandes und des Bayerischen Rundfunks mit dem Corona-Virus infizieren. Dennoch gibt es einen kleinen Einblick in die Aufbauarbeiten der großen Prunksitzung. Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbandes, berichtet von den Vorbereitungen.

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Keine Live-Sendung

Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitwirkenden steht an höchster Stelle. Immer wieder wiederholt Anderlik diese Aussage während des Telefongesprächs mit dieser Redaktion. Deshalb werde die Sendung auch erstmals in der 34-jährigen Geschichte nicht live ausgestrahlt. "Fastnacht in Franken" wird als Aufzeichnung am 5. Februar gesendet.

Nur mit negativem Corona-Test

"Alles wird unter den Corona-Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung abgewickelt", erzählt Anderlik vom Aufbau. So werden ausschließlich die Personen in die Mainfrankensäle gelassen, die an den Arbeiten beteiligt sind. Und unter einer festen Voraussetzung: Nur mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

"Wir testen alle Beteiligten jeden zweiten Tag: Montag, Mittwoch und Freitag", erklärt Anderlik. Außerdem werde darauf geachtet, dass die coronabedingten Abstände gewährleistet sind und jeder Mitarbeitende mit FFP2-Masken ausgestattet ist. Bislang sei alles gut gegangen, sagt der Präsident, einen positiven Fall gab es noch nicht.

Marco Anderlik, Präsident Fastnacht-Verband Franken.
Foto: Johannes Kiefer | Marco Anderlik, Präsident Fastnacht-Verband Franken.

Ein eigener Corona-Beauftragter des Bayerischen Rundfunks soll alles regeln und festhalten, um im Fall der Fälle Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Alle Maßnahmen seien in einem eigenen Hygiene- und Sicherheitskonzept dokumentiert. "Hier ist man um größtmögliche Sicherheit bemüht", macht Anderlik klar. 

Ein eingespieltes Team

Das Team ist jedenfalls schon gut eingespielt, denn es ist nicht die erste Produktion, die sie unter Coronabedingungen zusammen meistern. "Wir hatten bereits drei Aufnahmen zusammen." So lief am 15. Dezember die Närrische Weinprobe, bei der die Künstlerinnen und Künstler im Staatlichen Hofkeller coronabedingt zwar mehr oder weniger unter sich waren, es aber dennoch wieder eine bunte Mischung aus Wortwitz, Musik und Wein gab. "Die Vorbereitung und Aufnahme liefen unter den gleichen Bedingungen ab, wie jetzt die Fastnacht", erklärt Anderlik. "Und das hat super geklappt."

"Wir bekommen viele Zuschriften von Menschen, die sich wünschen, dass die Fastnacht produziert wird."
Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken

Dies liege unter anderem daran, dass das Team weiß, wofür es die Sendung trotz Pandemie auf die Beine stellt. "Wir bekommen viele Zuschriften von Menschen, die sich wünschen, dass die Fastnacht produziert wird", berichtet er. "Und diesen Wunsch möchten wir ihnen natürlich erfüllen." Deshalb sei auch die Stimmung beim Aufbau genauso gut wie die letzten Jahre auch. Nichtsdestotrotz sei den Mitarbeitenden bewusst, dass es eine andere Arbeitsatmosphäre unter Corona sei: Man muss Maske tragen und regelmäßig Pausen einlegen. "Insofern ist der Arbeitsablauf ein anderer, aber natürlich genauso professionell", so Anderlik.

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Welchen Einfluss das Coronavirus auf den Inhalt der Sendung hat, möchte der Fastnachts-Präsident nicht verraten. Nur so viel: "Wir wissen, dass es eine tolle Sendung wird. Wir und die Künstler arbeiten akribisch an einem tollen Sendungsverlauf." Es werde auf keinen Fall eine reine Corona-Sendung, macht Anderlik klar.

"Fastnacht in Franken" wird am Freitag, 5. Februar, im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Neu ist die Uhrzeit: Beginn ist nicht wie sonst um 19 Uhr, sondern erst um 20.15 Uhr. Das Format wird mit zwei Stunden Sendezeit auch rund eine Stunde kürzer sein als in den vergangenen Jahren.

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