Würzburg

FDP nominiert Liste für Bundestag: Gute Aussichten für zwei Unterfranken

Die FDP geht zuversichtlich in die Bundestagswahl im September. Zwei bewährte Unterfranken dürfen mit ihrem Wiedereinzug ins Parlament rechnen.
Karsten Klein (links) und Andrew Ullmann sind aussichtsreich auf der bayerischen Landesliste der FDP für die Bundestagswahl platziert.
Foto: ArchivAngelika Cronauer | Karsten Klein (links) und Andrew Ullmann sind aussichtsreich auf der bayerischen Landesliste der FDP für die Bundestagswahl platziert.

Die beiden aktuellen FDP-Abgeordneten aus Unterfranken dürfen damit rechnen, auch dem nächsten Deutschen Bundestag anzugehören. Den Haushaltspolitiker Karsten Klein aus Aschaffenburg nominierten die Delegierten beim Parteitag der Bayern-FDP für Platz drei. Der  unterfränkische FDP-Bezirkschef hatte keinen Gegenkandidaten.

Gesundheitsexperte Andrew Ullmann aus Würzburg setzte sich in einer Stichwahl um Listenplatz zehn mit knapp 60 Prozent gegen Max Funke-Kaiser, den Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen aus Augsburg, durch. Falls die FDP bayernweit wieder 10,2 Prozent wie vor vier Jahren erzielt, ist dies ein Platz, der Ullmann sicher wieder nach Berlin führt. 

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Ähnlich wie bei den Grünen eine Woche zuvor in Augsburg, trafen sich auch bei den Liberalen nur die Kandidaten live vor Ort: in der Münchner Tonhalle. Die über 400 Delegierten waren größtenteils digital zum Parteitag zugeschaltet. Für jede der 20 Positionen, über die einzeln abgestimmt wurde, bewarben sich bis zu zwölf Kandidaten. Schwer hatten es bei der Nominierung Frauen, weil die FDP nach wie vor auf eine Quotierung ihrer Liste verzichtet.

Daniel Föst führt die Liste an

Angeführt wird die FDP-Bayern-Liste wie bereits vor vier Jahren vom Landesvorsitzenden Daniel Föst aus München. Der gebürtige Schweinfurter, der im Kreis Rhön-Grabfeld groß geworden ist, setzte sich mit 85 Prozent der Stimmen gegen seine Gegenkandidatin Rebecca Herbe aus Garmisch-Partenkirchen durch. Föst beklagte die Corona-Politik der Bundesregierung, sie stolpere "von Lockdown zu Lockdown" statt neben den gesundheitlichen auch die "sozialen und wirtschaftlichen Folgeschäden der Pandemie" stärker zu beachten. Listenplatz zwei belegt Katja Hessel,  die Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag aus Nürnberg.

Der unterfränkische Spitzenkandidat Klein, der sich im Wahlkreis Aschaffenburg um ein Direktmandat bewirbt, forderte einen "neuen Aufbruch für dieses Land". Es brauche Wachstum und Innovation, um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Ullmann, der in Würzburg als Direktkandidat antritt, sagte, er wolle sich für ein Gesundheitssystem einsetzen, "das den Menschen in seiner Selbstbestimmtheit und Freiheit in den Mittelpunkt stellt".

Keine Chance für Stauffenberg

Freiheit und Verantwortung ist auch das Lebensthema von Karl Graf Stauffenberg aus Irmelshausen (Lkr. Rhön-Grabfeld). Der Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf Stauffenberg, der im Wahlkreis Bad Kissingen FDP-Direktbewerber ist, versuchte, auf Platz 13 und damit zumindest in eine Außenseiter-Position zu kommen. Er landete aber letztlich trotz mehrerer Versuche ebenso wenig unter den ersten 20 wie Werner Jannek aus Marktheidenfeld, der Direktkandidat für Main-Spessart/Miltenberg.   

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