Heidingsfeld

Feldhüterhauschen ist saniert

Feier zur Sanierung des Feldhüterhäuschens:(von links): Giemaulpaar Michael Schröder und Monika Thamm-Schröder, Stephan Schmidt, Toni Barthel, Victor Heck, Siegfried Bader und Adolf Bauer.
Foto: FOTO Franz Nickel | Feier zur Sanierung des Feldhüterhäuschens:(von links): Giemaulpaar Michael Schröder und Monika Thamm-Schröder, Stephan Schmidt, Toni Barthel, Victor Heck, Siegfried Bader und Adolf Bauer.

Das Sprichwort „was lange währt, wird endlich gut“ passt haargenau auf die grundlegende Sanierung des Feldhüterhäuschens am Blosenberg: Zehn Jahre packten insgesamt 15 Helfer der „Bauhütte Alt-Heidingsfeld“, einer Tochterorganisation der Bürgervereinigung Heidingsfeld, tatkräftig an und leisteten rund 1870 Stunden Arbeit. Die Maßnahme schlug mit etwa 66000 Euro zu Buche. Das gesamte Material spendeten Firmen und Sponsoren aus diesem Ortsteil. Die Bürgervereinigung trug die Personalkosten im Wert von ungefähr 37000 Euro bzw. übernahm sie in Eigenleistung.

Bei der ökumenischen Einweihungsfeier lobte Bürgermeister Adolf Bauer das „großartige Engagement“. Er freute sich für die Stadt Würzburg wegen dieses gelungenen Projektes. Es sei ein gutes Beispiel dafür, „dass man gemeinsam eine tolle Leistung“ vollbringen könne.

Künftig wird das Feldhüterhäuschen als Natur- und Umweltschutzinformationsstelle genutzt, erklärte Victor Heck, Vorsitzender der Bürgervereinigung Heidingsfeld. Außerdem dient es als Ausgangspunkt für Führungen ins benachbarte Trockenmagerrasengebiet und die Weinberge sowie Kräuterwanderungen. Auf dem Programm stehen ebenfalls Bildungsmaßnahmen für Kindergartenkinder und Schüler.

Heck erinnerte daran, dass es früher drei Feldhüterhäuschen in Heidingsfeld gab: am Katzenberg/Kirchberg, am Schellengraben und am Blosenberg. Sie dienten den Feld- und Flurhütern als Schutz vor Wind, Regen und Kälte. Die Feldhüter überwachten die Flur. Für die Winzer und Bauern stellten sie „Freunde und Helfer“ dar, übermütige Jugendliche und Wilderer hingegen machten lieber einen weiten Bogen um sie herum.

Das Feldhüterhäuschen am Blosenberg geriet im Lauf der Zeit in Vergessenheit, bis es 1998 bei einem Ortstermin von ansässigen Vereinen, Organisationen und Behörden wiederentdeckt wurde. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich, dieses Stück Heimat- und Kulturgeschichte zu erhalten und instandzusetzen. Der Würzburger Stadtrat beschloss, der Bürgervereinigung die Ruine unentgeltlich zu überlassen mit der Verpflichtung, das Feldhüterhäuschen zu sanieren.

Von Anfang an mit von der schweißtreibenden Partie war Siegfried Bader: Unter seiner Aufsicht setzten die Helfer die notwendigen Maßnahmen Schritt für Schritt um. „Am aufwändigsten war die Erneuerung des Dachstuhls“, sagte er. Die marode Eindeckung musste entfernt und die Mauerkrone aufgemauert werden.

Die ehrenamtlich tätigen Helfer mussten zunächst das dichte Gestrüpp entfernen und eine Zufahrt herstellen. Weitere Schwerpunkte des Projektes waren der Einbau neuer Fenster und -läden, die Ausbesserung von Rissen in den Mauern, die Sanierung des Kamins, das Verlegen einer Drainage sowie der Anschluss an die Abwasserleitung.

Des Weiteren wurden das Fundament saniert, eine Elektroinstallation eingebaut und ein Stromanschluss hergerichtet. Außen herum legten die Helfer eine befestigte Fläche an und pflasterten den Eingangsbereich. Die letzte große Maßnahme war nach den Worten von Siegfried Bader der Anbau, in dem ein „Insektenhotel“ seinen Platz findet.

Diakon Toni Barthel und Pfarrer Stephan Schmidt weihten während der ökumenischen Feier das generalsanierte Häuschen ein. Die beiden Seelsorger wiesen darauf hin, dass darin dauerhaft ein kleines Exemplar des Nagelkreuzes von Coventry beherbergt wird. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Blaskapelle Lengfeld.

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